09.08.2024, 10:51
Ein Rubbeln stelle ich auch manchmal fest.
Ich denke auch, dass dieses an äußeren Einflüssen liegt.
Ich denke auch, dass dieses an äußeren Einflüssen liegt.
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ST7 ABS Vorderradbremse einstellen
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09.08.2024, 10:51
Ein Rubbeln stelle ich auch manchmal fest.
Ich denke auch, dass dieses an äußeren Einflüssen liegt.
09.08.2024, 12:17
Wenn ich über eine nahegelegene "Fussgänger"-Brücke mit dem ST7 fahre, muss ich um aus dem Stand (etwa 30m) hochzufahren, zurück in den 5. Gang.
Beim Runterfahren schafft die Vorderradbremse es aber nicht das Rad vollständig abzubremsen. Das ist aber notwendig, weil es am Ende eine etwa 100° Kurve, also der Weg leicht zurückführt, gibt. Ich muss dann die Hinterradbremse zuhilfe nehmen. Diese würde auch alleine reichen. Das dürfte doch so nicht sein, oder? Das Vorderrad müsste doch zumindest bei Tempo 5km/h oder weniger zum Stillstand kommen. Und, was hat es denn mit der Einstellung Bremssensor auf sich? Die Einstellung steht wie auch früher beim ST5 ohne ABS bei 50%. Da war das Abbremsen mit dem Vorderrad kein Problem.
09.08.2024, 14:57
Die Einstellung Bremssensor gibt an, wie stark die Motorbrems (Rekuperation) das Bremsen unterszützt. Bei leicht gezogenem Bremshebel wirkt nur die Motorbremse. Das hat aber überhaupt nichts mit dem ABS zu tun.
Das Fahrrad-ABS reduziert (leider) die maximale Bremskraft. Dafür wird das Vorderrad auf befestigtem Untergrund (in der Ebene) auch bei einer Vollbremsung in einer Kurve nicht ausbrechen. (09.08.2024, 12:17)Scultetus schrieb: Wenn ich über eine nahegelegene "Fussgänger"-Brücke mit dem ST7 fahre, muss ich um aus dem Stand (etwa 30m) hochzufahren, zurück in den 5. Gang. Problem bei den ST5 / ST7: Wenn die Bremskraft der Vorderradbremse nachlässt, der Druckpunkt weich ist, der Bremshebel bis quasi zum Lenker gezogen werden und/oder die Bremsbeläge schnell verschlissen sind kann neben Luft im System in einzelnen Fällen auch ein defekter Bremshebel der Grund sein. Entlüften des Systems ist dabei nicht die Lösung. Der Bremshebel vorne muss ausgetauscht werden. Bei verschlissenen Bremsbelägen muss die Rückstellung der Kolben kontrolliert werden. (09.08.2024, 12:17)Scultetus schrieb: Das dürfte doch so nicht sein, oder? Das Vorderrad müsste doch zumindest bei Tempo 5km/h oder weniger zum Stillstand kommen. Nein ---> Ja! Ich würde das Thema beim Händler ansprechen und neben Luft den Bremshebel ins Visier nehmen.
09.08.2024, 23:29
(09.08.2024, 14:57)olfener schrieb: Das Fahrrad-ABS reduziert (leider) die maximale Bremskraft. Dafür wird das Vorderrad auf befestigtem Untergrund (in der Ebene) auch bei einer Vollbremsung in einer Kurve nicht ausbrechen. Nicht erstaunlich widerspreche ich Dir hier in beiden Punkten, im Ersten gar vehement. Ich halte es für unmöglich, mit einem Stromer ST5 ohne ABS innert kürzerer Dirstanz zum Stillstand zu kommen als mit einem ST5 ABS oder einem ST7. Das Bremsen mit der Vorderradbremse ergibt eine dynamische Achslastverschiebung. Der mit 2.2 Bar nur mässig unter Druck stehende Pirelli entwickelt eine noch viel grössere Aufstandfläche. Damit ist er in der Lage, Verzögerungen von mehr als 5m/s² auf den Boden zu bringen. Um den Überschlag zu vermeiden muss der Bremshabel gelockert werden - und genau dies kann das ABS deutlich besser als jeder noch so versierte Fahrer. Das ABS sorgt bei der Notbremsung dafür, dass die maximale Verzögerung, welche der aktuelle Fahrzustand zulässt, auch erreicht wird. Daher befürchte ich, dass eine Vollbremsung in der Kurve trotz ABS zum Abflug führt, weil der Pneu kaum maximale Verzögerung und normale Seitenführung gleichzeitg auf den Boden bringen kann. Das Video zeigt, wie ein Notstopp in der Kurve ohne ABS geht; am Ende zeigt die Dashcam in den Boden, weil es mich aus dem Sattel gehebelt hat und das Hinterrad in der Luft ist. Den kurzentschlossenen Mercedes habe ich übrigens nicht berührt... [Video: https://vimeo.com/455250796]
10.08.2024, 11:25
Mit dem "in der Kurve nicht ausbrechen" meinte ich "normale" Fahrten bei Radreisen.
Bei extremeren Fahrten wird das Ausbrechen schon möglich sein; bei steigendem Schlupf nehmen die vom Reifen übertragbaren Querkräfte schnell ab. Im Standard-Profil und auf festem Untergrund reduziert aber das ABS die maximale Verzögerung schon deutlich. Bei ausgeschaltetem E-Bike erreicht man mit der Vorderradbremse deutlich höhere Bremskräfte und Verzögerungen. Auf losem Untergrund ist das ABS jedoch praktisch unschlagbar. Wenn man auf befestigten Wegen höhere Bremskräfte wünscht, muss man ein höheres Profil einstellen lassen.
10.08.2024, 12:35
(09.08.2024, 23:29)bluecat schrieb:(09.08.2024, 14:57)olfener schrieb: Das Fahrrad-ABS reduziert (leider) die maximale Bremskraft. Dafür wird das Vorderrad auf befestigtem Untergrund (in der Ebene) auch bei einer Vollbremsung in einer Kurve nicht ausbrechen. Das kann so nicht stimmen, wie ich an dem Beispiel mit der Brücke aufgezeigt habe. Bitte schaut Euch das das Video mal ab Minute 7:50 an, dort bremst Andi Schuster, zunächst mit ABS und anschließend ohne, auf Schotter.
10.08.2024, 14:26
Hier ist ein guter Testbdricht zum ABS von BlueBrake.
https://ebike-mtb.com/blubrake-abs-g2-an...stem-test/
10.08.2024, 19:03
Zum leichteren Leseverständnis des Artikels: "Eingreifen des ABS" steht bestimmt für die Reduzierung der Bremskraft.
Das Aufheben der Blockierung des Vorderrades wird direkt so erwähnt.
11.08.2024, 07:06
@Olfener,
Danke für den Artikel Es gibt also 4 Brems-Modi: Safety, Standard, Performance, Extreme (die aber bei Aktivierung keine Rückmeldung, wie Pulsieren des Bremshebels geben) und Off. 1. Safety-Mode (Was jedoch stark nachlässt im Safety-Mode, ist die Bremskraft. Damit verlängert sich auch der Bremsweg enorm, sodass die Gefahr besteht, selbst mit einem nicht blockierten Vorderrad aus der Kurve getragen zu werden, weil das System nicht genug Bremskraft zur Verfügung stellt.) und 2. Standard-Mode (Der Standard-Modus eignet sich gut für E-Bike-Neulinge, die oft auf geschotterten oder schlecht befestigten Straßen unterwegs sind. Ein geübter Zeigefinger eines voll konzentrierten Fahrers liefert jedoch immer noch die bessere Performance.) 3. Performance-Mode (Auf losem Untergrund greift das System erst ein, wenn man selbst bereits Druck vom Bremshebel genommen hätte. Hier mussten wir das Blockieren provozieren, dann öffnet das System und gibt einem die Kontrolle über das Vorderrad mit viel Bremskraft und kurzen Bremswegen zurück.) 4. Extrem-Mode (Laut Blubrake ist der Modus für Fahrer geeignet, die z. B. durch enge Spitzkehren das Hinterrad versetzen wollen... Für Trekking-Ausfahrten oder den Commute eignen sich die beiden letztgenannten Profile gar nicht.) Für Biker, die ohnehin überwiegend die Hinterradbremse nutzen, oder Stromerfahrer (Pendler) scheint das Bluebrake™ ABS -Bremssystem also eher ein "Nice to Have" zu sein. Ich werde mal beim Händler anfragen, ob er mir den Performance-Mode einstellen kann, um wenigstens beim Panik-Bremsen in Kurven einen Mehrwert zu haben. |
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