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Stromer Blog "Rebranding"
#1
Stromer ist:
Ein Grinsen in den Gesichtern meiner Frau und mir, wenn wir den Arbeitsweg bestreiten
und damit im Jahr je mehr als 10.000 km absolvieren und wenn wir in Schwarzwald und
Markgräflerland auch in der Freizeit manchmal durch die Landschaft „cruisen“ und
Steigungen ganz unproblematisch bewältigen.

Stromer war:
In der Garantiezeit bei zwei unserer drei Stromer-Bikes eine üble Geschichte von Pleiten,
Pech und Pannen: Ausgetauscht wurden: ein Motor, zwei Akkus, ein Omni, ein
Frontscheinwerfer und eine Kurbelgarnitur. Es kam zu vielen Fahrten in die Werkstatt
(die sich glücklicherweise optimal kümmerte – danke an ekone nach Binzen,
Deutschland!) und üblen Ausfallzeiten unserer Räder in dieser Zeit.

Stromer hat den Anspruch:
(Gemäss Homepage vom 04.07.2025) Wir bauen die besten Speed Pedelecs und
Premium E-Bikes der Welt.

Eine wichtige Zielgruppe sind die (Langstrecken-) Pendelnden.
Diese Zielgruppe, zu der ich mich auch zähle, wünscht sich ein ausgereiftes,
zuverlässiges S-Pedelec, das die wesentlichen Bedürfnisse ganz selbstverständlich
befriedigt und – als Premium S-Pedelec – der Konkurrenz auch klar voraus ist.

Stromer zeichnet sich dadurch aus, dass:
- Grundlegende Basics wie ausreichend lange Schutzbleche nicht bzw. nur sehr
schleppend und nur annähernd zur Verfügung stehen
- Inzwischen der Vorsprung, was die digitale Anbindung und die digitalen
Möglichkeiten anbelangt, längst nicht mehr dem Premium-Anspruch genügen
- Die elektronische Hupe ein peinliches Geräusch, aber keine Hupe darstellt
- Die technische Innovation in den vergangenen zwei Jahren gefühlt nicht
stattgefunden hat.

ABER JETZT:
Die Community kann aufatmen, denn jetzt wird alles anders.
Das neue Stromer Branding ist da!
Es gibt eine neue Typografie, eine neue Farbpalette, ein neues Logo und eine neue
Bildsprache.
Das ist DAS, worauf die große Zielgruppe der Pendelnden offensichtlich sehnsüchtig
gewartet hat.
Vermittelt wird der Community dies durch ein hektisches Video, das englische
Schlagworte aneinanderreiht und mit quäkendem Sound unterlegt ist.
Der Text des Blog-Beitrags vom 30.06.25 auf der Stromer Homepage reiht nichtssagende
Begrifflichkeiten aneinander und verspricht ein neues Kapitel der Mobilität.
Durch Typografie, Bildsprache, Farbpalette????

Liebes Stromer-Team
Ihr habt sicher lange einen respektablen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gehabt.
Und die letzten Jahre waren – wie für viele Hersteller - auch für Stromer absatz-mäßig
und damit auch finanziell vemutlich eine große Herausforderung. Aber der Abstand zur
Konkurrenz schrumpft leider bedenklich. Und dem Premium-Anspruch wird Stromer –
blickt man auf die Berichte der „user“ im Stromer-Forum – leider nicht wirklich gerecht.
Wenn man dann – wie meine Frau und ich – zusammen 120.000 km Stromer-Erfahrung
mit Freud und Leid hinter sich hat, ist der Blog-Text, der eine nichtssagende
Formulierung an die andere reiht, ein richtiges Ärgernis.
Welche Maßnahmen folgen denn auf der Produkt-Ebene, um dem Premium-Anspruch
gerecht werden zu können? Im Blog: Fehlanzeige. Man versucht nicht einmal, eine
Produkt-Weiterentwicklung anzudeuten.
„Neue Identität, Neudefinition urbaner Mobilität, mit Kraft, Nachhaltigkeit und Vision“:
„Ja, was kommt denn?“, frage ich mich, ohne dass ich im Blog eine Antwort erhalte.
„Jetzt ist es an der Zeit, zu zeigen, wofür Stromer steht.“ NEIN Es ist Zeit zu zeigen, was
denn bei Stromer getan wird, um ein Premium-Produkt zu werden.
„.. spricht ein breiteres und dynamischeres Publikum an“. Ist die Stromer-Community
nicht dynamisch genug?
„Wir sind stolz auf diesen Meilenstein“: ein Meilenstein aus Typografie, Logo, Farben???
„und noch gespannter auf das, was kommt“: Hallo? Die Firma ist gespannt, auf das was
kommt? Haben die einen Plan?? Allenfalls die Kunden sollten gespannt sein!

Wobei es fast nicht möglich ist, nach dieser mit Worthülsen gespickten Werbe-
Botschaft eine echte Spannung zu entwickeln…
Es macht sich beim eingefleischten Stromer-Fan der Gedanke breit, was nach dieser
enttäuschenden Botschaft noch Fan-würdig ist.

Es bleibt – wie in so vielen Bereichen der derzeitigen Lebenswirklichkeit von uns allen –
wohl nur die Hoffnung und die Zuversicht, dass sich auch die Stromer-Produkt-
Entwicklung irgendwie in gute Richtung entwickelt.
Wir wünschen dem Stromer-Team dafür wirklich alles Gute!
Und eine letzte Frage: Kann der Werbetexter nicht vielleicht lieber zum Zweirad-
Ingenieur umgeschult werden?
[+] 6 users Like Stromermichi's post
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#2
Ja, das fasst es super zusammen. Danke.

Ich war, gelinde gesagt, schockiert von dem Clip.

Der Vorsprung zu anderen schrumpft.
Man war nicht auf der EUROBIKE.
Der +STROMER- Support ist schlecht, so schlecht das der Händler meines Vertrauens kein Vertrauen mehr zu der Firma hat und es aufgibt. Als Bestandskunden wird er mich weiter versorgen, aber die Tendenz die ich als Endkunde von der Marke wahrnehme ist nicht das es irgendwie aufwärts geht .....
[+] 2 users Like Reese's post
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#3
Leute aber es gibt doch jetzt gibt doch jetzt, dass nagelneue ST3 und ST2 Ltd. Das ist doch Innovation pur, wo findet man so etwas? Da kann man doch nicht nur meckern. Es gibt über 10 Millionen Farben, also genug Potential für die nächsten Jahre.

Ironie aus!

Grüße
[+] 1 user Likes Derderst1faehrt's post
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#4
Vorab der Medientext der myStromer AG zum rebranding im Dateianhang.

Das Werk hat ja bereits eine ganz neue Genertaion Stromer entwicklet. Nur macht es derzeit wirtschaftlich wenig Sinn, sie Marktreif zu machen: Der Markt gibt nichts her. Immerhin lässt das Werk spekulieren, in welche Richtung es gehen wird:

Dies wird sich auch in kommenden Entwicklungen der Marke niederschlagen, bei denen unterschiedliche Aspekte im Fokus stehen:
- Noch effizientere Akkutechnologie
- Vollintegrierte Konnektivität und neue App-Funktionen
- Effizientere Antriebssysteme und innovative Materialien
- Erweiterter Komfort, bessere Ergonomie und höhere Sicherheit


Angehängte Dateien
.pdf   Stromer_Rebranding.pdf (Größe: 424.93 KB / Downloads: 225)
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#5
Ich mag eigentlich auch nicht mehr.
Das nächste Bike, welches Speedmässig an einen Stromer rankommt wird ziemlich sicher mein neues.
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#6
Volle Zustimmung! Mein ST7 habe ich nun 2.5 Jahre und 25tkm bei Wind und Wetter benutzt. Es sind mittlerweile locker 10-12 Garantiefälle geworden. Für viel zu viel Geld kann ich mir ein Garantieverlängerung kaufen. Das Fahrrad verträgt überhaupt kein schlechtes Wetter und lässt einfach die erwartete Zuverlässigkeit für ein Pendlerbike vermissen. Ich pfeife auf ein unsinniges Rebranding und irgendwelche komischen Innovationen! Ich brauche für den Preis was richtig Gutes und bekomme es nicht. Wenn ich mir anschaue, dass ich für das gleiche Geld einen BMW C04 bekomme, dann frage ich mich schon, ob das so angemessen ist.
Zahlreiche Probleme sind wirklich seit Jahren bekannt und ungelöst. Als Reaktion auf die vermutlich viel zu vielen Anfragen wird dann noch der online Service eingestellt.
ST7 ist kein Freizeitrad sondern mein Arbeitsgerät und auf das muss ich mich verlassen können. Egal bei welchem Wetter!
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#7
Leute, kauft euch ein Speedped(1000) und werdet glücklich (also die, die in der Schweiz leben). Www.speedped.com - nehmt euch mal einen Nachmittag für eine Probefahrt und Besuch im Emmental.

Die Swiss urban bikes GmbH ist eln Unternehmen, dass Klasse hat und keinen unendlichen Wachstum braucht. Die wollen ihre genialen Fahrräder verkaufen und ihre zufriedenen Kunden alle 10.000km zum Service persönlich wiedersehen. Die brauchen keine Werbung oder Schickimicki Quatsch, weil sie einfach liefern was versprochen wird. Da gibt’s keine Übertreibungen, was da auf dem Papier steht und mitgeteilt ist auch in der Realität so.

Ihre 1000er Variante ist Gleich schnell wie Stromer, bergauf meistens schneller. Das Preisen sie auf ihrer Webseite aber nicht an. Da findet man nur Infos zum 500er.
Grössere Akkus, Top Zuverlässigkeit, bester Service, stabiler Gepäckträger inklusive.

Ich bin meins schon in übelsten Regelfällen gefahren, das Ding geht als Amphibien-Fahrzeug durch.

Speedpeds fahren einfach, die Technik ist einfacher, ja und man braucht mehr Bremsbeläg und Internet Anschluss haben sie auch nicht. Man bekommt dort Velos die einfach sorglos ihren Zweck erfüllen und keine künstlichen Geräusche machen um cool zu wirken. Die Bikes sind auf Langlebigkeit und Zuverlässigkeit getrimmt. Alles ist einfach wartbar. Alles einfach einzeln ersetzbar und mit Versprechung sehr lang verfügbar. Innovationen sind immer nachrüstbar.

Mit meinen Stromer ST2S hatte ich während 29.000 km eher wenig Garantiefälle, so 5-10? Am Speedped auf 32.000 keine.

Sorry, das musste ich jetzt einfach hier schreiben :-D. Bei detaillierten Fragen stehe ich als langjähriger Speedped Pilot gerne zur Verfügung.
[+] 2 users Like Hannes Buskovic's post
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#8
Hier ist die Art von Werbung, die Speedped betreibt. Substanzielle Beweise für die Langlebigkeit und Funktionalität ihrer Produkte:

100 000 Kilometer Club
Und noch einer mit 100 000
Langstreckentest Vergleich
41 000 Vision auf zwei Rädern

Übersicht Pressemeldungen auf speedped.com
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#9
Wozu dient das Re-Branding?

Um den Fachhändlern zu signalisieren: Wir leben noch!


Zitat:Dies ist mehr als nur ein Rebranding. Es ist der Beginn eines neuen Kapitels, das unsere Leidenschaft, Innovation und unser unerschütterliches Engagement widerspiegelt, die Zukunft der Mobilität zu gestalten. Gemeinsam haben wir etwas Aussergewöhnliches geschaffen – bald ist es an der Zeit, der Welt zu zeigen, wofür Stromer wirklich steht.


"Gemeinsam" meint nicht den Kunden und Stromer sondern den Händler und Stromer. Alle wissen, dass das Werk seit Jahren an einer völlig neuen Software für völlig neue Stromer arbeitet. Doch die kommen einfach nicht.

BMC (BMC und Stromer gehörten zeitweise zusammen) musste rund 1/4 seiner Angestellten entlassen und scor faktisch einstellen. Die Deutschen Eigentümer haben Flyer in der Schweiz faktisch geschlossen, auch Scott muss sich durchhangeln, da war der Rauswurf von Beat Zaugg nur Zeichen der Nervosität der Kapitalgeber.

Ohne Zweifel hat auch das Werk die selben Probleme: Der Verkaufsboom während der Viruspanik ist längst vorbei, während die langfirstigen Lieferverträge danach noch lange Velos und Teile hervorbrachten, die niemand kaufen will.

Die Gefahr, dass ein grossartiger Launch von komplett neuen Modellen in mageren Verkaufszahlen mündet, ist real. Um die Aktivitätslücke zu Überbrücken, kommt so ein Re-Branding gelegen. Und das erwähnte Video ist wohl kaum geeignet, Endkunden anzusprechen. Und das nicht nur, weil Boris Blank für den Sound nicht zur Verfügung stand und Dirk Koy das Artwork nicht übernahm.

[Video: https://vimeo.com/220002430?p=0s]
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#10
ICh finde der Einschnitt ins Kreuz hätte gespiegelt werden sollen - zwecks aufsteigender Linien und positiverem Wiedererkennungswert des Markenlogos.

Ansonsten finde ich die neue Bildsprache schon ansprechend. Aber! m den Händlern zu signalisieren dass man noch da ist, hätte man auch gescheiter gestalten können: Service und Kundenorientiertere Designs. Aber ich hoffe die haben nicht nur in den neuen Auftritt investiert, sondern auch in Technologien am Rad selbst. Oder zubuchbaren Optionen (Wäre mal innovativ!) wie lautere Hupe, Blinker, Lichtausstattung, Stabileren Gepäckträger... Ich bin sicher, viele nutzen dieses Velo auch als Daily und gehen damit auch einkaufen, etc.

Wünschenswert wäre es aucuh, wenn die Software aufm Handie da endlich mal auch präzisere Werte anzeigen könnte wie den Ladezustand mit min einer Nachkommastelle. Und gerne auch im Riding Display verbrauchsskalen beim Balkendiagram. Für viele ne nette Spielerei, aber gerade für Langstrecke schon praktisch weil man so besser optimiert radreisen kann (Ja, ich benutz mein Velo zum Radreisen)
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