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Akku ST2
#11
Hallo Cephalotus

Und wieso hältst du die Samsung E35 für untauglich?

Gruss CCRider
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#12
(28.05.2018, 05:27)CCRider schrieb: Hallo Cephalotus

Und wieso hältst du die Samsung E35 für untauglich?

Gruss CCRider

Generell eher geringe Zyklenlebensdauer. Vor allem in den ersten Zyklen nimmt die tatsächlich entnehmbare Energiemenge bei den meisten Hochenergiezellen mit Siliziumanteilen in der Anode recht schnell ab, so dass eigentlich in der Praxis kein Vorteil zu 3000mAh Zellen besteht.

Selbst im Neuzustand gewinnt man eigentlich wenig, wenn man die Zellen stärker belastet:

Hier mal der Vergleich zu einer LG HG2 mit nur 3000mAh bei 3A:
http://www.dampfakkus.de/akkuvergleich.p...akku6=&a=3

Und das ist eben beim neuen Akku und 25°C. Die LG HG2 macht laut Datenblatt aber 600 Vollzyklen mit bei 10A Entladen und 4A(!) Laden und die hat wegen des geringen Ri auch reichlich Reserven bei Kälte.

Im Datenblatt zur 35E wurde der zulässige Ladestrom auf 1A im Zyklenbetrieb nachträglich reduziert.
https://www.orbtronic.com/content/samsun...50-35e.pdf

Für ein normales Pedelec, dessen Akku man in 3-4 Stunden Fahrt entlädt und das man nur am Ladegerät langsam auflädt ist das alles eher unkritisch, vor allem weil die meisten in 5 Jahren eh nicht mehr als 100-200 Vollzyklen fahren werden, aber beim s-Pedelec mit Nabenmotor hat man halt doch signifikante Rekuperationsströme und auch deutlich höhere Entladeströme. Wie hoch der Rekustrom bei Stromer ist, ist meines Wissens ja nicht bekannt, oder hat da mal jemand nachgemessen?

Der Vorteil der 35E für die Hersteller ist, dass sie ziemlich billig ist und man kann eine sehr hohe Kapazität auf den Akku drauf schreiben, was ja ein wesentliches Kaufargument für Kunden ist.

Die tatsächliche entnehmbare Kapazität miss ja idR keiner nach.

Man muss aber auch ergänzen, dass sich Qualität und Eigenschaften eines Zelltyps im Laufe eines Produktionszyklus auch verändern/verbessern können, von daher ist alle Theorie nur grau und die Praxis viel spannender. Wenn die Nutzer also sagen, dass ihre Akkus problemlos 300 Vollzyklen mitgemacht haben ist das ja deutlich aussagekräftiger als die reine Theorie oder Zyklentest von Einzelzellen bei konstanter Last.
Wenn aber viele schon bei 100-200 Voll(!)Zyklen Probleme mit Kapazitätsverlust haben entspräche das eher der Theorie.
(Vereinfacht ist die Anzahl der Vollzyklen die gefahrenen km geteilt durch die Reichweite, wenn man einen randvollen Akku ganz leer fährt, in der Praxis sind meist zwei halbe Zyklen weniger schädlich als ein ganzer, wie stark der Effekt ist ist nicht sinnvoll zu schätzen, da bei jedem Zelltyp anders.)

MfG
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#13
(28.05.2018, 09:18)Cephalotus schrieb: Wie hoch der Rekustrom bei Stromer ist, ist meines Wissens ja nicht bekannt, oder hat da mal jemand nachgemessen?

Richtig gemessen nicht, aber mich einmal einen langen mittelsteilen Berg mit höchster Rekup und Mittreten mit größter Anstrengung mit Tempo 30 genau 3min lang runtergequält und unten zuerst begeistert von den gewonnen satten 6% gewesen, bis ich überschlagen hab, dass einer Vollladung in unter 1h entspräche, d.h. 4-5mal so schnell wie mit meinem Lader. Seitdem so extrem/so lange nicht wieder gemacht.
Wobei etwas Rekup als leichte Dauerbremse im richtigen Gebirge oder im Alltag über die Bremshebel öfter hohe Rekup aber immer nur für ein paar Sekunden, dürfte wenig ausmachen.
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#14
(28.05.2018, 11:03)jodi2 schrieb: Richtig gemessen nicht, aber mich einmal einen langen mittelsteilen Berg mit höchster Rekup und Mittreten mit größter Anstrengung mit Tempo 30 genau 3min lang runtergequält und unten zuerst begeistert von den gewonnen satten 6% gewesen, bis ich überschlagen hab, dass einer Vollladung in unter 1h entspräche, d.h. 4-5mal so schnell wie mit meinem Lader. Seitdem so extrem/so lange nicht wieder gemacht.

Das ist zwar keine direkte Messung aber ein guter Hinweis.

Die Ladeleistung wäre somit bei ca. 1000W und die einzelne Zelle würde mit rund 3,5A geladen werden. Das dürfte ziemlich schädlich sein. Wobei man halt nie weiß, was die Zelle jetzt schädigt. Der zu schnelle Einlagerungsvorgang in der Graphitmatrix oder die Erwärmung. Bei letzterem wäre kurze Ladepeaks weniger kritisch.

1000W Ladeleistung sind allerdings schon eine sehr starke Rekuperation. Mit dem Wirkungsgrad des Motors von vielleicht 80% macht das ja eine Bremsleistung von über 1200W.

Kennst Du noch das Gefälle an dieser Strecke?

So kann man das ungefähr mit dem Rechner auf Kreuzotter.de ausrechnen, ob die 30km/h zu Gewicht, Gefälle und eben dieser Bremsleistung von über 1200W passen. Möglich ist das auf alle Fälle.

Zitat:Wobei etwas Rekup als leichte Dauerbremse im richtigen Gebirge oder im Alltag über die Bremshebel öfter hohe Rekup aber immer nur für ein paar Sekunden, dürfte wenig ausmachen.

Dazu müsste man den Mechanismus der Zellschädigung kennen. Wenn es Lithium Plating an der Anode ist (wie z.B. beim Aufladen kalter Zellen) schaden auch kurze Ladevorgänge.

Das Problem ist, dass alle paar Jahre neue Zellen kommen und man diese Informationen nicht hat. Kapazitätstest bei neuen Zellen im 1. Zyklus gibt e schnell, aber Langzeitverhalten kennt man über Jahre nicht.
Wenn es dann irgendwann mal genügend Informationen und Erfahrungen zu Zellen gibt sind sie veraltet :-)
Dass es teilweise auch innerhalb eines Zelltyps im laufe der Jahre zu Verbesserungen zu kommen scheint ist zwar schön, macht Vergleiche aber noch schwieriger.
Den ersten LG HG2 hat man z.B. in den einschlägigen Foren eine schlechte Zyklenlebensdauer attestiert, bei einem aktuelleren Tests schneiden die hingegen sehr gut ab. (kann ich leider nicht publizieren)
Auch die Panasonic PF ist keine herausragende Zelle im Neuzustand altert aber recht gleichmäßig und ist nach 1000 Zyklen bzgl Kapazität und Ri zwar schlechter, aber immer noch nutzbar (Labortest).
Aber das ist eben schon eine der "veralteten" Zellen.

Eine gute öffentliche Quelle für Zyklentests ist übrigens die NASA. Die hat z.B. damals herausgefunden, dass die ersten NCR Zellen von Panasonic (mit NCA Kathode) ziemlich schnell kaputt gingen, wenn man die schnell geladen hat.
Hat man die bei Kälte schnell geladen sind sie in wenigen Zyklen zerstört worden:

https://batteryworkshop.msfc.nasa.gov/pr..._JRead.pdf

Aber auch das ist eine Zellen, die man heute natürlich nicht mehr verbauen würde. Ich leite für mich aber daraus ab, dass ich Rekuperation oder auch Aufladen bei kalten Zellen vermeide. IdR indem ich die Zellen einfach nicht kalt werden lasse, während der Fahrt passiert das ja nicht. Wenn doch, z.B. weil der Akku im Winter draußen stand, dann warte ich mit dem Aufladen bis er wärmer ist (Zeitschaltuhr).
Idealerweise sollte eine Elektronik im Akku das unterbinden (sowohl Laden als auch Rekup).

Eben aus diesem Grund interessiert mich das Verhalten der ST2 Akkus mit 983Wh. Die Stromer können ja recht schnell viele Zyklen drauf fahren.

MfG
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#15
(28.05.2018, 11:50)Cephalotus schrieb:
(28.05.2018, 11:03)jodi2 schrieb: Richtig gemessen nicht, aber mich einmal einen langen mittelsteilen Berg mit höchster Rekup und Mittreten mit größter Anstrengung mit Tempo 30 genau 3min lang runtergequält und unten zuerst begeistert von den gewonnen satten 6% gewesen, bis ich überschlagen hab, dass einer Vollladung in unter 1h entspräche, d.h. 4-5mal so schnell wie mit meinem Lader. Seitdem so extrem/so lange nicht wieder gemacht.

Das ist zwar keine direkte Messung aber ein guter Hinweis.
(...)
Kennst Du noch das Gefälle an dieser Strecke?
Auf die 3km im Schnitt ziemlich genau 5% / 150 HM bei ca. 135kg Gesamtgewicht. Tempo im Schnitt eher 31km/h.

Ich hab übrigens "nur" den 814er Akku, der hat ja glaube ich andere Zellen.
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#16
(28.05.2018, 12:02)jodi2 schrieb: Auf die 3km im Schnitt ziemlich genau 5% / 150 HM bei ca. 135kg Gesamtgewicht. Tempo im Schnitt eher 31km/h.

Ich hab übrigens "nur" den 814er Akku, der hat ja glaube ich andere Zellen.

Danke.

Kreuzotter.de spuckt da eine Leistung von ca. -300W aus.

Mit kräftig selber treten also eher 500W Bremsleistung. Davon gehen in den Akku vielleicht 400W.

Das sehe ich bei normalen Temperaturen als unkritisch, erst recht bei den meisten 2900mAh Zellen. (ich vermute im 814Wh Akku die Samsung 29E. Die gilt als robuster als die 35E. Weiß es jemand, welche Zellen es sind?)

Die Akkukapazitätsanzeige war mit +6% dann vermutlich etwas optimistisch.

MfG
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#17
(18.05.2018, 10:01)Rop61 schrieb: Mein Akku hat bei Km 9'800 schlapp gemacht. Ich konnte den Arbeitsweg von 16 Km nicht mehr bewältigen. Bei Stromer in Obewangen wurde der Akku geprüft und als "alles ok" befunden (ca. 250 Ladecyklen).

Das Werks-Statement ist enttäuschend, denn mit einem Akku vom 2014 bist weit ausserhalb eines Garantiefalls, da hätten sie Dir ruhig die gemessene Restkapazität nennen können.

Ladecyclen spielen in der aktuellen Garantie zu Glück keine Rolle mehr, auf deinem neuen Akku hast Du garantierte 75% der Kapazität innerhalb 2 Jahren, vermutlich die beste Garantieleistung in der E-Bike Branche. Der Akku mag es, bei Raumtemperatur geladen zu werden. Der Rest ist Fahren.



Die Konfiguration ist 13s6p, über die Zellen weiss ich nichts. Im Diebstahlmodus hält der Motor mit rund 800W dagegen, der Strom bei gesetzter Motorbremse (nicht Bremshebel sondern mittels [-]Taste) soll rund halb so gross sein wie bei maximalem Leistungsbezug. Das wäre dann etwa das 2½Fache der Ladeleistung des starken Ladegeräts.

Es gibt einen Unterschied, ob die Motorbremse schon bei langsamer Fahrt gesetzt ist oder ob sie erst bei höherer Geschwindigkeit aktivert wird.
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