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ST2 Schwache Leistung am "Berg"
#1
Hallo Alle,
ich frage mich langsam, ob mein Händler mich veralbert oder ob es an mir liegt....
Habe meine Stromer ST2 2018 als wendiges Pendlerfahrzeug gekauft und weil es hier gut acht Kilometer zwischen 5 % und 20% Steigung gibt und ich nicht immer klatschnass und total kaputt am Bahnhof anlanden wollte, war meine Hauptanforderung: deutliche Unterstützung bei Steigung.
Daher Stromer mit Hinterradmotor und 983-Akku - beachtlicher Preis, aber na gut.

Ich quäle mich seit Monaten den Berg rauf, bin fix und alle nach der Strecke, zweifle an meiner Leistung und Gesundheit und bin unglücklich, weil die o.g. Anforderung nicht erfüllt wird.
Jetzt konnte ich ein R+M Charger GT mit Bosch Mittelmotor für die Strecke nutzen.
Donnerwetter! Schon kann auch ich mit nur ganz leicht erhöhtem Puls und total entspannt zum Bahnhof!! Ein erschütternder Unterschied! Und das bedeutet - es liegt gar nicht daran, dass ich so ein Schlappi bin!

Bringe also den Stromer zum Händler, der testet ihn an seinem Hausberg und teilt mir nun mit, die Leistung meines ST2 sei völlig normal, ich möge die beiden kleinsten Gänge nicht nutzen, "da er mit nur einem Sensor arbeitet - dem Krafteinleitungssensor.[...] "  Ich möge am Berg in vermeintlich schwere Gänge schalten, da der Motor dann viel hilft.

a) kennt Ihr das? werdet Ihr auch von S-pedelec mit Bosch Mittelmotor mit Leichtigkeit überholt (bzw überholt selbst, wenn Ihr so einen fahrt? Ist das wirklich alles, was aus dem ST2 rauszuholen ist?
b) Ist das eine Händlerantwort, die man akzeptieren muss? Schließlich hätte er mir dieses Wissen ja schon in der Beratung mitteilen können?
c) Verbesserungsvorschläge? Denn in größeren Gängen zu Berg hochzuorgeln habe ich natürlich schon versucht..

Wäre sehr froh über Tipps. Ich kenne hier keine weiteren Stromer Fahrer, mit denen ich mich austauschen könnte

Danke im Voraus!
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#2
Bei sehr starker Steigung ist der Mittelmotor überlegen. Wurde aber selber noch nie von einem Bosch überholt :-)....
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#3
Hallo Robodoc,
besitze ein ST2 aus 2017 mit 814 Wh Akku und habe hier und da mal giftige Anstiege von 11%, bin aber mit der allgemeinen Unterstützung zufrieden. Habe vom Motortuning und den Sensoren alles auf Maximum was ich laut Händler auch darf. Wichtig finde ich das ich den Sensor min. einmal pro Woche kalibriere. Die tägliche Strecke beträgt ca. 52 km was den Akku auf unter 10% am Abend sinken lässt.

Gruß aus der westfälischen Tiefebene

Sujuhawk
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#4
Also bei meinem ST2 ist es definitiv so, dass bis ca. 11% Steigung alles ok ist. Steigungen über 11% führen dazu, dass die Unterstützung merklich nachlässt. Steigungen ab 14% sind eine echte Quälerei. Ich hatte mir vom ST2 eigentlich mehr erhofft, zumal ich noch die Version mit zwei Kettenblättern vorne habe. Außerdem wird der Motor bei längeren Steigungen über 10% so warm, dass er seine Leistung automatisch herunterregelt was dann dazu führt, dass es am Berg noch schwieriger wird. Ich hatte schon Temperaturen von über 140°C in der App gesehen. Ich musste in Südtirol an einigen Steigungen sogar anhalten. Ich habe es mit dem ST2 körperlich einfach nicht geschafft weiterzufahren. Der Mittelmotor ist systembedingt bei starken Anstiegen und langsamer Geschwindigkeit dem Nabenmotor definitiv überlegen.

Gruß
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#5
das ST2 ist zum pendeln ausgelegt. Schnell und zuverlässig. Wenn es mal zu einer Panne kommt, hilft die inkludierte Mobilitätsversicherung.
Auf meiner Arbeitsstrecke hab ich die üblichen Steigungen bis ca. 10%. Alles locker machbar, ohne wirklich langsam zu werden, oder anfangen zu schwitzen. Ein kurzes Stück knapp 20%. Da versagt selbst der "Booster", da muss ich eben mal 4-5 Gänge zurückschalten. Aber auch dies ist problemlos machbar, da kurz.
Strecken mit 15-20% sind in der Regel im Wald, sprich für das Mountainbike - ohne Unterstützung. Vielleicht mal ein Stück einen (Vor)Alpen Pass hoch, also fürs Rennvelo. Aber sicher nicht auf dem Weg zur Arbeit, zumindest hier in der Schweiz.
Entsprechend veralbert Dich Dein Händler nicht. Es gibt in diesem Segment nichts besseres und Leistungsfähigeres als ein ST2(s)/ST5.
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#6
Grundsätzlich ist ein Mittelmotor bei EXTREM bergigem Gelände besser und schwächelt da ein Nabenmotor. Das ist eigentlich rel. bekannt und wissen die meisten Fahrer/Besitzer, aber noch viel mehr die Händler. Wenn Dir Dein Händler da etwas anderes erzählt hat und Deine Strecke wirklich so bergig ist UND Du ihm das vorher ausreichend gesagt hast, hat er Dich schlecht und unpassend beraten.
Wenn... Denn die Schwäche am Berg von Nabenmotoren wird von den meisten (in der Regel von denen, die keinen Nabenmotor haben...) maßlos überschätzt und übertrieben und ist bei modernen Modellen wie dem ST2 gering, es braucht wirklich sehr viel Berg, bevor ein St2 nachlässt bzw. ein Mittelmotor schneller ist.
Lass uns daher erstmal sicherstellen, dass Du wirklich so viel Berg hast. 8km mit durchgehend Steigung von 5-20%, im Mittel also 12,5% und 1000Hm nur auf den 8km werden es wohl kaum sein. Und mehr als 10-12% ist äußerst selten auf Straßen/Asphalt und 20% noch viel seltener. Bitte gib also mal genau an, wie Dein Weg aussieht, wie lang, welche Steigungen (wie lang und wie viel % ohne Untebrechung/Abfahrten), hast Du ein graphisches Höhenprofil (kann man sich auch im www erstellen alssen, z.B. bei gpsies)?
Dann kann man zuverlässiger sagen, ob Deine Strecke/Berge ein St2 überfordern. Das kommt sehr selten vor, die meisten hier sind sehr zufrieden mit ihren Stromern und fast jeder hat irgendwo Steigungen/Berge und die meisten Stromer fahren ja in der Schweiz...

Und wir sollten sicherstellen, dass Dein St2 richtig eingestellt, max. Unterstützung (Stufe 3)? Trittsensor kalibriert? Sensibilität des Trittsensor hoch genug eingestellt (so zwischen 50 und 75 %)? Kommt den im Flachen ordentlich Bumms? Da müsste Dich das Rad Dich ziemlich nach vorne katapultieren, deutlich mehr als so ziemlich jedes MM Pedelec.
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#7
(13.10.2018, 07:24)Robodoc schrieb: a) kennt Ihr das? werdet Ihr auch von S-pedelec mit Bosch Mittelmotor mit Leichtigkeit überholt (bzw überholt selbst, wenn Ihr so einen fahrt? Ist das wirklich alles, was aus dem ST2 rauszuholen ist?
b) Ist das eine Händlerantwort, die man akzeptieren muss? Schließlich hätte er mir dieses Wissen ja schon in der Beratung mitteilen können?
c) Verbesserungsvorschläge? Denn in größeren Gängen zu Berg hochzuorgeln habe ich natürlich schon versucht..

Kurz gesagt:

<20km/h und/oder Berg = keinen Stromer verwenden
>30km/h und/oder Hügel = Stromer immer besser

a) Es hat einen Grund (die Drehmomentkurve), weshalb alle E-MTB den Tretlagermotor haben, derselbe Grund macht die Stromer bei höherem Tempo überlegen. Bei den älteren ST2 konntest Du mittels BOOST etwas Tempo aufbauen, falls Du zu langsam bist am Berg.

b) Ein Pässefahrt - über Hauptstrassen - mit einem Stromer ist kein Problen; eine 20% Steigung wie etwa am Balmberg ab Welschenrohr würde ich mit keinem Stromer angehen. In dem Fall war die Beratung schlecht. Du musst Dir leider anhörem müssen, keine Probefahrt auf Deiner Strecke gemacht zu haben.

c) Schneller fahren (ich meine damit, versuchen, die Steigung mit mehr als 30km/h anzufahren) Mit der App ein Stufe [2] für extreme Bergfahrt einstellen. Der Drehmomentsensor misst Deine Kraft, nicht die Leistung (!). Bei hoher Kadenz ( = kurze Gänge) ist die Kraft kleiner als mit langen Gängen. Also den Sensor auf Maximum.

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#8
Liebe Alle,
vielen Dank für Eure umfassenden fundierten Antworten, sie haben mir sehr geholfen. Besonders in der Argumentation - und nun habe ich meinen Stromer wieder.
Offenbar hat man meine Beschwerde jetzt ernst genommen und wurde tätig.
Tatsächlich bin ich Ahnungslose bis dahin fast 1000 km mit knapp halber Leistung gefahren (ist mein erstes Pedelec, ich hatte keinen Vergleich, war aber schon ein bisschen enttäuscht...), doch nach diversen Reparaturen und Kalibrierungen (von deren Notwendigkeit mir niemand etwas gesagt hatte) geht der Robodoc jetzt ab wie Schmitz' Katze. Habe das Wochenende quasi durchgehend im Sattel verbracht und auch Steigungen bewältigt, von denen ich nie zu träumen wagte.
Ist natürlich blöd für den Besitzer des Bosch MM-Rades.... den hänge ich jetzt ab, obwohl er wirklich fit ist! :-)

Bedeutet auch: Die Beratung war richtig, aber etwas unvollständig. Vermutlich haben wir alle was dazu gelernt...

beflügelte Grüße!!!
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#9
(16.10.2018, 11:20)Frauke schrieb: nach diversen ... Kalibrierungen (von deren Notwendigkeit mir niemand etwas gesagt hatte)

Der Drehmomnetsensor kalibriert sich automatisch selbst beim Einschalten (darum den Stromer beim Einschalten nicht berühren).


Die manuelle Kalibrierung ist eine Notmassnahme bei akutem Leistungsunwillen. Häufigste Störungsursache ist eine falsch angeschraubte Hinterachse.
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#10
(16.10.2018, 20:12)bluecat schrieb:
Der Drehmomnetsensor kalibriert sich automatisch selbst beim Einschalten (darum den Stromer beim Einschalten nicht berühren).


Die manuelle Kalibrierung ist eine Notmassnahme bei akutem Leistungsunwillen. Häufigste Störungsursache ist eine falsch angeschraubte Hinterachse.

Hallo Bluecat,
hab ich da jetzt bei meinem Händler etwas falsch verstanden? Huh Der Drehmomentsensor kalibriert sich selber beim Einschalten? Huh
Mir wurde gesagt das ich beim Sitzen auf dem Sattel ohne die Beine auf den Pedalen zu haben ich den Sensor manuell kalibrieren soll ( also aktuelles Körpergewicht zzgl. der Gepäcktasche die dann beim Kalibriervorgang bereits eingehängt ist!

Gruß sujuhawk  ST 2   Baujahr 2017
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