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Tempo 30 in der Stadt , das wäre der Tod für Stromer und uns !!!
#21
(13.11.2018, 08:01)Ändu schrieb: Seid ihr wirklich der Meinung, dass eine Temporeduktion auf dem Radweg das Unfallrisiko nicht reduziert? Dann müsste man die Tempolimiten überall hinterfragen. Ich denke aber, dass sich diese bewährt haben. Ich sehe jedenfalls ein, dass 45 km/h auf dem Radweg problematisch sein können. Es geht schliesslich auch um andere Interessengruppen und nicht nur um uns.
ich hab auch gerade gedacht, genauso haben vermutlich auch autofahrer bzw. vor allem die mit schnelleren Autos vor einigen Jahrzehnten gedacht und argumentiert bei der Einführung der ersten Tempolimits...
trotzdem haben wir natürlich kaum lobby und müssen aufpassen, dass wir nicht für eben solche geopfert werden, gerade in D. 
und unfallzahlen genau analysieren und prozentual und nicht absolut bei steigender Nutzung ist ganz wichtig!
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#22
(13.11.2018, 08:01)Ändu schrieb: Seid ihr wirklich der Meinung, dass eine Temporeduktion auf dem Radweg das Unfallrisiko nicht reduziert? Dann müsste man die Tempolimiten überall hinterfragen.

Das ist nicht die Frage.

Es geht darum, ob es auf Velowegen tatsächlich gehäuft zu Unfällen kommt, die von 45km/h E-Bikes verursacht werden.

Jeder von uns hat eine andere Wahrnehmung was sicheres Fahren mit dem Stromer betrifft. Persönliche Erlebnisse spielen dabei eine bedeutende Rolle. Die Fragestellung lautet aber: Kann die Verkehrssicherheit durch ein generelles Tempolimit, das überall und dauerhaft gilt, verbessert werden? Der Zweck meiner Analyse weiter oben war, diese Frage zu beantworten.

Resultat: Es konnte keine Unfallhäufung auf Velowegen festgestellt werden. Damit ist klar, dass sich die Situation nicht verbessern wird, wenn die Stromer nur noch 30km/h fahren dürfen. Eine Hinterfragung einer Vorschrift muss sich an den tatsächlichen Gegebenheiten orientieren, nicht am theoretisch denkbaren. Der Gedanke, dass sich eine Situation verbessern könnte, reicht nicht. Es braucht den Nachweis, dass die Situation wirklich besser wird.

Um zusätzlich die Unterschiedlichkeit von Velowegen zu Veranschaulichen, hier zwei Beispiele aus Basel: Zum Einen der Heuwaage Viadukt. Besonders Richtung Süden kannst Du auf dem Veloweg voll aufziehen (so er nicht mit langsamen Velos blockiert ist), das Fahren auf der Strasse ist aber selbst bei Top-Speed ein Risiko. Der andere ist am Solitude Park. Eng und verwinkelt, mit Fussgänger und Velo-Gegenverkehr. Hier fährst Du von selbst im ECO Modus. Auf die Strasse ausweichen wegen der Dauerbaustelle keine Option.

Beide Velowege sind im Guglhupf auffindbar und auch in der Unfallkarte drin.
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#23
Ich fahre jeden Tag zur Arbeit mit dem S-Ped quer durch Zürich, vieles davon leider Mischzone.
Aber auf einer Pfingstweidstrasse – einer autobahn-ähnlichen Strasse – werde ich NIEMALS fahren, bin doch nicht lebensmüde!

Jeder E-Biker mit gesundem Menschenverstand und vorallem auch Anstand wird sicher nicht den Fussgängern und langsameren Velofahrern mit über 40 um die Ohren sausen, das ist einfach unanständig und gefährlich! Solange die Infrastruktur nicht verbessert wird, so dass sich langsame und schnelle Velos problemlos überholen können (egal ob mit oder ohne Motor) muss man sich den Umständen anpassen und halt mal langsam(er) fahren. Ja, das bedeutet dann halt auch mal mit 20, 25 von Ampel zu Ampel zu zuckeln... ich persönlich begrüsse Tempo 30 für ALLE in der Innenstadt, denn sorry, schneller fährt es sich auch heute schon eh fast nirgends. Und mit 30 kann man mit dem S-Pedelec wunderbar mitschwimmen und wenn man dann mittig fährt, überholt normalerweise auch keiner mehr (depperte Ausnahmen gibt es immer, aber die sieht man ja dank Rückspiegel immer kommen und kann reagieren...)

Was mich nervt, wenn ich in Mischzonen angepasst und rücksichtsvoll fahre und mir dann andere E-Biker oder gerne auch Velokuriere um die Ohren sausen. So machen wir uns gerade bei den Fussgängern keine Freunde. Die brauchen wir aber auf unserer Seite, wenn wir von den Autofahren (die ja eh immer ganz allein in ihren Autos herumfahren) den Platz zurückholen wollen, den diese der Allgemeinheit weggenommen haben, indem sie z.B. ihre Stehzeuge 23 Stunden täglich im öffentlichen Raum abstellen. Mit dem Aufkommen von immer mehr Trottinetts, Rollern, Scootern sowie Pedelecs und S-Pedelecs muss der eh schon knappe Platz in den Städten ökononomischer aufgeteilt werden. Die platzsparenden und sauberen, leisen Velos und E-Bikes und die Fussgänger sollten am meisten Platz erhalten.
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#24
@Helena: danke für den Beitrag. Das sehe ich genau so. In Basel habe ich nun öfters auch Pick-e-bike NutzerInnen beobachtet, die offenbar ab der neuen "Freiheit" völlig das Gehirn abgeschaltet haben...
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#25
Vielleicht könnte man ja einen E-Velo Verein ins Leben rufen, der die Interessen des schnellen, gemeinsamen Vorkommens ohne Abgase vertritt. Dies sollte ja auch im Interesse von Stromer/Flyer/... sein.

Vielleicht wäre es auch eine Idee, einen gemeinsamen Brief an den VCS zu schreiben. So lange die gegen meine Interessen arbeiten, werde ich jedenfalls kein Mitglied dort. Ich sehe die S-Pedelecs als grosse Chance, viele Autofahrer(innen) wieder auf zwei Räder zu bekommen — das erlebe ich ja z.Zt. am eigenen Leib.
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#26
Pro Velo Zürich unterstützt auch die S-Pedelecs, ich bin dort Mitglied und kann es nur empfehlen. Ein Drittel ihrer Mitglieder haben offenbar S-Peds und deren Interessen wollen sie auch künftig vertreten. Ich habe ihnen gegenüber schon meine Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass ich nicht möchte, dass wir ohne weitere Massnahmen einfach auf die Strassen geschickt werden und selbst ausserorts auf Strassen fahren müssten, wo Autos und LKWs mit 80+ überholen (und Schweizer Autofahrern können nicht sicher überholen!), selbst wenn daneben ein abgetrennter Radweg ist. Dann fahre ich vorher wieder Biobike.
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#27
Ein solches Tempolimit oder Fahrverbot auf Radweg für S-Peds, lässt sich gar nicht durchsetzen. Für das haben wir zu wenig Polizisten und diese auch keine Zeit. Deutschland zeigt es ja, da gibt es ein S-Ped-Verbot für Radwege, aber im Pedelecforum wurde schon mehrmals geschrieben, dass die meisten noch nie eine Busse erhalten haben, obwohl sie schon von Polizisten gesehen werden.
Ich werde auf jedenfall, wo sinnvoll, immer noch Radwege benutzen, auch wenn es dann irgendwann mal für S-Peds verboten sein sollte.

cu
Bigdean
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#28
Ich sehe das etwas anders als viele hier. Wenn der Veloweg sich auf dem Troittoir (Bürgersteig) befindet sind 47kmh (GPS Geschwindigkeit) einfach selten ungefährlich möglich. Das ist auch der Grund weshalb ich beinahe sämtliche Velowege, welche sich nicht auf der Strasse befinden meide. Selbst auf der Pfingsweidstrasse in Zürich fahre ich auf der Strasse und zwar so, dass ich auf derselbigen Spur nicht überholt werden kann. Ist aber auch nicht nötig, weil ich Vmax 47.5kmh fahre. In einem Auto zeigt dies auf dem Tacho 50 kmh an. Also soviel wie die Autofahrer dort sowieso fahren dürfen. Innerorts fahre ich prinzipiell mitten auf der Strasse, wie ein Motorrad. Dies auch aus Selbstschutz. Autofahrer zeigten sich bis jetzt noch nie genervt. Warum aber auch. Schliesslich ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit höher, als diejenige der Autofahrer. Zumindest in der Stadt.
Für mich besteht also viel mehr das Problem, dass ich gesetzlich gezwungen werde die Velowege zu benützen, obwohl ich auf diesen häufig mit zusätzlichen Lichtsignalen, Randsteinen oder Fussgängern gebremst werde, während ich auf der Strasse schneller wäre.
Ich würde eine Reduktion auf 30kmh auf den Velowegen (Mischverkehr) begrüssen, wenn man dafür gleichzeitig die Wahl hat die Strasse benützen zu dürfen. Was ja auch zur Debatte steht. Wenn man nur die 30kmh durchsetzen wollen würde, ohne die explizite Erlaubnis V-max auf der Strasse fahren zu dürfen, wäre dies tatsächlich unsinnig und kontraproduktiv.
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#29
@John Smith, ich fahre eben in der Ebene nie so schnell wie Du, daher würde ich zum Hindernis auf einer 50er-Strasse, wenn ich so 36 fahre. Abgesehen davon finde ich das Fahren auf solchen stark befahrenen Strassen einfach nur gefährlich, ich fühle mich absolut nicht wohl, wenn rechts und links allenfalls noch LKWs in Armlänge sind und die Autofahrer am Handy rumdaddeln. Dazu kommt auch, dass aktuell halt auch niemand mit einem Velofahrer auf solchen Strassen rechnet. Auch die Hardbrücke würde ich nie befahren, auch nicht auf der Busspur.
Mir geht Sicherheit über alles und ich möchte mich beim E-Bike-Fahren auch wohl fühlen.
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#30
@Helena, das verstehe ich durchaus. Nur wärst du ja dann mit den 30kmh auf dem Veloweg mit Mischverkehr nicht oder kaum betroffen. Ich finde es einfach eine Frechheit, dass ich theoretisch gebüsst werden müsste, wenn ich die Strasse anstatt den Veloweg benütze und das obwohl ich kein Hindernis auf der Strasse darstelle.
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