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Stromer Alternativen?
#11
(15.07.2019, 11:01)LunedeFiel schrieb: Generell, was ist Ihre Meinung zu Flyer

Christian Müller, früher Top-Mangager bei Stromer, ist seit ein paar Jahren bei Flyer, das hat der Marke geholfen. Tretmühlen haben wegen des Kraftwegs über Kette und Schaltung einen konzeptionellen Nachteil, der nur duch sehr steile Stecken zu rechtfertigen ist.

Ich stelle die Frage um:

Welches ist der beste Geländewagen?

Der Rubicon!

Aber wenn Du nur zum Familienpicnic an die Feuerstelle neben der Strasse fahren willst, reicht ein SUV.
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#12
[Bild: https://up.picr.de/37586941yb.jpg]

Der kurze Rubicon und der ST5 haben etwas gemeinsam: Wer nach Alternativen für das jeweilige spezifische Einsatzgebiet sucht, muss Kompromisse eingehen, denn ganz oben ist die Luft dünn.

 
Aus der Luft einem Rennvelohelm gleichend, ist die Form aber dem Helm eines Conquistadors nachempfunden. Die Architektur Santiago Calatravas in Valencia bildete 2012 die Kulisse für die Präsentation des bisher einzigen E-Bikes, dass einem Stromer das Wasser reichen konnte. Damals schon mit nur einem Kettenblatt, 28“ Rädern, einem leichten, sportlich-elegantem Design mit im Unterrohr integriertem Akku. In Rot, mit nur zwei Fahrstufen: ECO, wenn der Akku zur Neige geht – und sonst turbo, wie der Name.

Specialized hatte alles richtig gemacht – und musste sich ein paar Jahre stärker doch einer mächtigen Gegnerin beugen: Energie- und Verkehrswendekanzlerin Merkel wollte kein Umwelt- und sozialverträglichen Pendler E-Bikes. Bei einer Marktgrösse von lediglich 1% in BRD zogen die Amerikaner die Notbremse – und bauten fortan Tretmühlen.

Der klobige, charakteristische Doppelscheinwerfer mit den Sammellinsen war das Markenzeichen des Grace ONE aus Berlin. Mit Leistungsdaten, die ein Stromer selbst heute nicht bietet, ein Hammer. Doch obwohl der Kleinhersteller seine Palette nach unten erweiterte, viel auch er der BRD-Verkehrspolitik zum Opfer. Immerhin, der Name blieb – an den heutigen Modellen im Tretmühlendesign.

Aus Kanada kamen die Bausätze von BionX zu uns. Bevor Thömu den Stromer erfand, experimentiert er auch damit. Später brachte BionX den „Pizza“-Motor, um der Überhitzung am Berg entgegen zu treten. Doch irgendwie war kein Land mehr zu Gewinnen, dass Mutterhaus ging in Insolvenz und die Töchter folgten nach.

Stöckli, bekannt für die Ski, bracht den e.t. auf den Markt. Der Rahmen wurde wie jener der Stromer bei Fairly gefertigt, das Design erinnerte an ein Zeitrad. Doch selbst der starke CH Markt war zu klein, Stöckli gab auf – und der e.t. lebte noch als flow-Bike weiter. Heut prangt dieser Name an Tretmühlen.

Flyer, immerhin der CH-Marktführer, brache den Vollblut auf die Strasse. Die vom Stromer her bekannte Motorbremse wurde als Bergabfahr-Assistent beworben. Damit sollte den Kunden die Angst vor überhöhter Geschwindigkeit genommen werden. Nach locker zwei Jahren stellte Flyer die Produktion ein.

Immerhin ein 48V-System hatte Continental am Start. Selbst einen Zahnriemen-Antrieb hatte der Grosskonzern entwickelt. Nur leider musste das System wegen Qualitätsproblemen zurückgerufen werden – und später wurde die gesamte E-Bike Division stillgelegt – aus Rentabilitätsgründen.

Alle diese Anbieter hatten auf einen wachsenden Markt für 45km/h Commuterbikes gesetzt. Für diesen Einsatzzweck ist der getriebelose Nabenmotor die überlegene Lösung. Nur leider konnte sich dieser Markt nicht entwickeln, weil allen voran die BRD Gegenmassnahmen ergriff. Auch andere EU-Länder erfanden Abwehrmassnahmen, etwas die Motoradhelmvorschrift.

Neben CH sind NL und B die grössten Märkte für Stromer, womit bewiesen ist, dass die EU-Vorschriften auch zugunsten der 45er angewandt werden können. Grün reden und Grün Handeln sind eben zwei unterschiedliche Dinge.

Kymco ist wesentlich grösser als die myStromer AG, hält ihre E-Bike Tochter Klever aber an der kurzen Leine. Das Büroklammer-Design hält sich gut und bietet Raum für einen grösseren Akku. Mit Preisen bis hoch zum ST3, aber ohne Smartbike-Features und noch mit einem Frontlicht mit veralteter Bauweise dennoch eine Option.

Alber schickt sich an, in die Fussstapfen von Ortlinghaus zu treten. Neben konventionellen 45er im Preisbereich des ST1 fällt die Variante von MTB Cycletech auf. Mit dem Getriebeblock von Pinion und dem Zahnriemen wird das Preisniveau des ST3 erreicht, wenngleich keine Smartbike-Features zur Verfügung stehen.

Mit dem ST5 besetzt Stromer die Nische der Sport-45er konkurrenzlos. Im Bereich unterhalb des ST3 ist eine – obwohl leider bescheidene – Auswahl vorhanden. Die Mitbewerber setzten darauf, dass der Berufspendler für den Vorteil des Nabenmotors durchaus bereit ist, einen Aufpreis zu den Tretmühlen zu bezahlen.


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#13
Wie sieht es mit dem riese & müller supercharger2 gt aus?
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#14
(03.01.2020, 23:28)Spitfire schrieb: Wie sieht es mit dem riese & müller supercharger2 gt aus?


Zum neuen Performance Motor gibt es bisher leider kaum Testmöglichkeiten, da muss man sich mit einem Urteil noch ein paar monate Gedulden, aber selbstverständlich wird sich grundsätzlich nicht viel an den Vor und Nachteilen des Mittelmotors geändert haben.

Ich bevorzuge immer Heckmotoren, allerdings: soll das Bike als Pendlerfahrzeug dienen, so ist es sinnvoller nicht nach model sondern nach Händler auszuwählen. Damit meine ich dass die nachteile des mittelmotors nicht so schwer schwiegen wie ein Händler der etwa 200km entfernt ist. Denn wenn man ein Problem hat ist es immer besser man hat jemand vor Ort. Mein Stromerhändler z.b. ist etwa 25km entfernt und bereits diese Distanz ist große *******. Zum Glück ist man hier in der Region noch großzügig was das mitnehmen im Zug angeht, denn streng genommen darf dort ein s-pedelec seit August letzten Jahres nicht mehr befördert werden. Ideal ist trotzdem anders. Deswegen habe ich mir zum pendeln bei etwaigen defekten noch ein Zweitrad angeschafft.
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#15
(03.01.2020, 23:28)Spitfire schrieb: Wie sieht es mit dem riese & müller supercharger2 gt aus?

[Bild: https://up.picr.de/37589455og.jpg]

Das Marktsegment von Stromer sind die schnellen und sportlichen commuter e-bike.

Die r&m SC fallen durch die zwei Akku auf, haben aber selbst in der 45er Version nur ein bescheidens Frontlicht. Ein guter Mech kann dies in Ordnung bringen (= die M99pro installieren). Was selbst der beste Mech nicht schafft, ist die konstruktiven Nachteile der Tretmühlen aus der Welt zu schaffen.
  • Die ganze Kraft des Motors gelangt über Kette und Schaltwerk an die Antriebsachse. Der Verschleiss wird dadurch potenziert, was auch r&m erkannt hat und den SC mit Zahnriemen und Nabenschaltung anbietet.
  • Flaschenzug. Zwei Rollen: Halbe Kraft - Doppelter Weg. Das unüberwindbare Problem aller Tretlager-Motoern ist, dass der Motor bei 45km/h am kurzen Ende des Flaschenzugs ist! Mit anderen Worten: Seine Kraft verpufft in der Seillänge (= in der Kette / im Zahnrimen und in der Schaltung).
In der Praxis bedeuted dies, dass ein Stromer Fahrer bei 45km/h locker am pedalieren ist, während ein Tretmühlenfahrer alle Kräfte mobilisiert. Daher ist es oft so, dass diese eine kürzere Übersetzung haben als ein Stromer. Das bedeuted, dass Du bei gleichem Tempo mehr strampeln musst als auf einem Stromer.

Im 25km/h eMTB-Sektor hingegen ist das "Mittelmotor"-Konzept absolut überlegen. Daher auch die Idee dieser Hersteller, ihre Motoren auf 45km/h einzustellen, um auch den(kleineren) 45er Markt abzuschöpfen. Was beim eMTB bestens funktioniert, versagt beim 45er völlig. Dass eine Tretmühle ein Fehlkauf ist, merken die Kunden sobald sie unterwegs ständig von den Stromer überholt werden...


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#16
Veloplus hat Anfang 2019 eine Eigenentwicklung angekündigt mit Heckmotor (Maxon), 650wh-Akku, 45km/h... (Angabe ohne Gewähr, habe das Heft nicht mehr), was ist daraus geworden?
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#17
Hi all

Ich habe mich letztes Jahr nach einer gründlichen Evaluation für ein Speedped und gegen einen Stromer entschieden. Die konzeptionellen Vorteile des Speedped gaben den Ausschlag.

Die Ausgangslage war dass ich das Beste aus beiden Welten wollte - Speed auf der Ebene sowie ausgeprägte und ausdauernde Steigfähigkeit am Berg. Und zwar auch bei meinem hohen Gewicht von ca. 108 kg. Wenn ich schon ein Rad in dieser Preisregion kaufe dann soll es möglichst vielseitig sein, das war die Idee.

Optisch hätte mir Stromer sehr gut gefallen. Vom Speed in der Ebene her waren beide Bikes ähnlich. Am Berg jedoch hat der Stromer bei meinem Gewicht jedoch massive Nachteile. Mit Berg meine ich nicht eine leichte Steigung die mit Schwung genommen werden kann. Dies kann auch der Stromer. Ich meine eine Echte Steigung. Sobald die Geschwindigkeit eine gewisse Grenze unterschreitet überhitzt das System Stromer sehr schnell da ich nur eine einzige Raddrehzahl habe bei welcher der Motor im optimalen Bereich läuft. Im Speedped habe ich je nach verwendeter Nabe so viele optimale Raddrehzahlen wie ich Gänge habe. In meinem Fall mit der Rohloff z.b. 14. Im richtigen Gang fährt das Speedped so stundenlang kontinuierlich Bergauf, ohne je zu überhitzen.
Leichte Menschen haben hier mehr "Luft" beim Stromer, aber auch da ist irgendwann ein Limit erreicht.

Weiter gibt's im Speedped unterdessen Akkus bis 2'400Wh, neuerdings aufgebaut aus 2170er Zellen. Zudem gibt's ab Werk die Option partiell zu laden. 66%, 75% oder 100%. Dieser grosse Akku reduziert die spezifische Zellbelastung massiv, durch das Partielle Laden kann dem frühzeitigen Akku Tod ebenfalls entgegen gewirkt werden.
130km mit dem Messer zwischen den Zähnen sind durchaus möglich, bei dezenter Fahrweise über 200. Bei einer leichten Person dürften diese Werte auch höher liegen. Ich bin gespannt wie die Lebensdauer des Akkus sein wird. Wenn man einen Blick zu Tesla wirft wie dort die Erfahrungen sind dann bin ich optimistisch.

Ich lade das Rad i.d.R. 75%, fahre meine 45km Arbeitsweg und habe dann jeweils so um die 800Wh verbraucht. Also alles im Tiefentspannten Bereich.

Zugegeben, ein so ausgestattetes Speedped ist nicht günstig. Ein ST5 mit einem Zusatzakku (wobei ich immer noch knapp unter 2kWh bleibe) kostet aber mehr.

Ich habe jetzt knapp 3000km gemacht und hatte bis auf ein Paar Bremsbeläge noch keine Wartung und bin immer noch begeistert wie am ersten Tag. Das Rad ist top solide und sauber verarbeitet. Die Optik, nun ja, mittlerweile gefällt es mir sogar... Big Grin . Ist aber Individuell und mit hohem Wiedererkennungswert.

Ich denke es gibt nicht das beste S-Pedelec. Es kommt immer auf die Anforderungen und die Ausgangslage an. Wer aber wie ich das Beste aus beiden Welten will und ev. nicht ganz als Leichtgewicht durchgeht, ggf. auch Anhängerbetrieb in Betracht zieht,  der sollte auch mal beim Speedped vorbeischauen wenn er keinen Mittelmotor haben will.

Grundsätzlich hatte ich noch auf den TQM Motor gehofft. Haibike war aber weit davon entfernt ein Testrad zur Verfügung zu stellen, geschweige denn liefern zu können. Und M1 hat keinen Händler in vernünftiger Reichweite.

Gruess
aurian
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#18
(09.01.2020, 15:06)aurian schrieb: Grundsätzlich hatte ich noch auf den TQM Motor gehofft. Haibike war aber weit davon entfernt ein Testrad zur Verfügung zu stellen, geschweige denn liefern zu können. Und M1 hat keinen Händler in vernünftiger Reichweite.

Eine Tretmühle ist kein 45er E-Bike - auch dann nicht, wenn ein Nummernschild dran ist!


Es war Ausgangs der 1980er-Jahre, als die Tour De Sol in der Schweiz unterwegs war. Michael Kutter baute damals des erste, wirklich funktionsfähige Elektrovelo - mit der heute noch von Philippe Kohlbrenner bei seinem speedped verwendeten Antriebstechnik. Die Idee, Motor und Pedalantrieb unf Fahrgeschwindigkeit komplett zu entkoppend, hat etwas bestechendes, so dass ich es mit nicht erklären kann, weshalb es keine entsprechenden geared hub drives mit Nabenschaltung gibt.

Dem Vorteil des speedped steht der konstruktionsbedingte Nachteil entgegen: Stundenlanges Bergauffahren ein Kindespiel - stundenlanges den Berg hinab Bremsen hingegen ein Härtetest für die Bremsanalge; nehme an, es sind Teile aus dem MTB / DH-Bereich eingebaut.

(04.01.2020, 11:50)Res_17 schrieb: Veloplus hat Anfang 2019 eine Eigenentwicklung angekündigt mit Heckmotor (Maxon), 650wh-Akku, 45km/h... (Angabe ohne Gewähr, habe das Heft nicht mehr), was ist daraus geworden?

Der maxon Bikdrive, ein Nabenmotor mit Getriebe - und ein feinmechanisches Wunderwerk, wie wir an einer Eurobike sehen konnten, wird seine Klientel wohl eher im 25er Sektor finden, da ein 45er eine Zulassung benötigt.

Was aus der Idee von veloplus wurde, weiss ich nicht.
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#19
Zitat:Dem Vorteil des speedped steht der konstruktionsbedingte Nachteil entgegen: Stundenlanges Bergauffahren ein Kindespiel - stundenlanges den Berg hinab Bremsen hingegen ein Härtetest für die Bremsanalge; nehme an, es sind Teile aus dem MTB / DH-Bereich eingebaut.
Na ja, meist dauert die Abfahrt dann doch deutlich weniger lang als der Aufstieg. Aber du hast absolut recht, die Bremsen sind bei dieser Einsatzart thermisch am Limit. 

Grundsätzlich wird jedes Speedped individuell nach Kundenwunsch aufgebaut. Es gibt keine Speedpeds ab Stange. Fast alle Komponenten können da mehr oder Weniger gewählt werden. Ich habe die aufpreispflichtige Shimano Zee dran. Wirkungsmässig wäre sie gut ausreichend, nur eben thermisch muss mit Bedacht gefahren werden wenns wirklich bergab geht.
Wenn ich mit dem Rennvelo unterwegs bin ist das aber auch nicht anders. Die Lösung wäre relativ simpel mit einer 2 Scheiben Bremsanlage vorne, so wie es im Motorradbau seid Jahrzehnten üblich ist. Ich frage mich schon lange warum es das im Downhill Bereich noch nicht gibt. Aktuell habe ich eine 180er Scheibe vorn. Wenn die durch ist werde ich auf eine 200er gehen, ev. mit integriertem Kühlkörper, zudem werde ich dann mal Sinterbeläge testen. Die organischen sind zwar top was Geräusch, Wirkung und Ansprechverhalten betrifft, haben aber einen horrenden Verschleiss. Aber eben, ich bin auch relativ schwer. Mit jedem Kilo weniger Körpergewicht entschärft sich dies ein wenig mehr.  

Zitat:so dass ich es mit nicht erklären kann, weshalb es keine entsprechenden geared hub drives mit Nabenschaltung gibt.

Konzeptionell wäre das sicher der richtige Weg. Aber eine solche Motornabe mit integriertem Getriebe würde relativ komplex von der Konstruktion her, und aufgrund der eher kleinen Stückzahlen die weltweit benötigt werden teuer in der Fertigung. Im Unterhalt/Reparatur dürfte eine solche Nabe wohl exorbitant teuer werden. 

Ein weiterer konzeptioneller Vorteil beim Speedped den ich beim ersten Post vergas ist die Möglichkeit die Kette mit einem Riemen zu ersetzen, was im Alltag äusserst angenehm ist. Beim Stromer wäre dies nur mit einer Motorschaltnabe wie oben beschrieben möglich.
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#20
(13.01.2020, 13:44)aurian schrieb:
Zitat:Dem Vorteil des speedped steht der konstruktionsbedingte Nachteil entgegen: Stundenlanges Bergauffahren ein Kindespiel - stundenlanges den Berg hinab Bremsen hingegen ein Härtetest für die Bremsanalge; nehme an, es sind Teile aus dem MTB / DH-Bereich eingebaut.
Na ja, meist dauert die Abfahrt dann doch deutlich weniger lang als der Aufstieg. Aber du hast absolut recht, die Bremsen sind bei dieser Einsatzart thermisch am Limit

Grundsätzlich wird jedes Speedped individuell nach Kundenwunsch aufgebaut. Es gibt keine Speedpeds ab Stange. Fast alle Komponenten können da mehr oder Weniger gewählt werden. Ich habe die aufpreispflichtige Shimano Zee dran. Wirkungsmässig wäre sie gut ausreichend, nur eben thermisch muss mit Bedacht gefahren werden wenns wirklich bergab geht.
Wenn ich mit dem Rennvelo unterwegs bin ist das aber auch nicht anders. Die Lösung wäre relativ simpel mit einer 2 Scheiben Bremsanlage vorne, so wie es im Motorradbau seid Jahrzehnten üblich ist. Ich frage mich schon lange warum es das im Downhill Bereich noch nicht gibt. Aktuell habe ich eine 180er Scheibe vorn. Wenn die durch ist werde ich auf eine 200er gehen, ev. mit integriertem Kühlkörper, zudem werde ich dann mal Sinterbeläge testen. Die organischen sind zwar top was Geräusch, Wirkung und Ansprechverhalten betrifft, haben aber einen horrenden Verschleiss. Aber eben, ich bin auch relativ schwer. Mit jedem Kilo weniger Körpergewicht entschärft sich dies ein wenig mehr.  

Zitat:so dass ich es mit nicht erklären kann, weshalb es keine entsprechenden geared hub drives mit Nabenschaltung gibt.

Konzeptionell wäre das sicher der richtige Weg. Aber eine solche Motornabe mit integriertem Getriebe würde relativ komplex von der Konstruktion her, und aufgrund der eher kleinen Stückzahlen die weltweit benötigt werden teuer in der Fertigung. Im Unterhalt/Reparatur dürfte eine solche Nabe wohl exorbitant teuer werden. 

Ein weiterer konzeptioneller Vorteil beim Speedped den ich beim ersten Post vergas ist die Möglichkeit die Kette mit einem Riemen zu ersetzen, was im Alltag äusserst angenehm ist. Beim Stromer wäre dies nur mit einer Motorschaltnabe wie oben beschrieben möglich.
thermisch am Limit: (Glaube eher nicht)
Meinem Wissenstand kann man die Scheibe bis zum Glühen bringen, da währen wir dann bei > 500 Grad, bei normalen Betrieb erreicht man 200 bis 300 Grad max. ausser man übertreibt.
Natürlich verschleissen sich dann die Bremsbeläge.

Beim Einfahren der Beläge muss man sie zuerst ausgasen, danach bildet sich eine harte Schicht die nicht so leicht ist runter zu bringen.
Natürlich ist das beste, wenn die Bremse kalt bleibt und dann richtig zubeisst, Vierkolben Bremszange und Sinter / Metall Beläge ist ideal und eine 230mm Scheibe.

Hab mal zum Spass meinen umgebauten Stromer Motor drehen lassen mit full torque und hab die Bremse angezogen, die Bremse wurde warm, ein räuchlein kam hoch (Stank nach verbrannt) aber die Bremsscheibe glühte nicht. Irgendwann Verglasen die Beläge und dann ist nichts mehr mit Bremsen....

Motorschaltnabe:
Macht meiner Meinung keinen sinn, wenn dann mit einem Piniongetriebe, aber dann hat man bei Stromer einen Problem mit dem Design vom Akkufach.

Allgemein:
Ich muss mal einen SpeedPed Probefahren, der Design und der Motor überzeugt micht nicht so (kann sowas auch zuhause zusammen basteln), da kann man mit dem Motor nicht bremsen oder Rekuperieren (Die Gewonnene Energie ist nicht gross aber immerhin etwas) und der Motor kann nicht schieben ohne das man trettet (Trettmühle syndrom), beim Stromer ist das Gefühl vom nachschieben eben schon was. Natürlich macht der Motor weniger lärm.

Was noch Konkurrenzlos ist, ist das OMNI mit GPS und allgemein den SUI (Stromer User Interface) Interaktion auf dem Bike und in der Applikation auf dem Smartphone.
Meiner Meinung nach könnte man die App erweitern.

Würde Stromer in Zukunft schrott produzieren würde ich auf mein umgebauten ST1 umsteigen, 14s6P so bei 53V (auch mehr) Akku Design wie beim Speedpad, und ein 120A Controller (1000W), dann ist es eine Rakete auf 2 Räder (Raketa Slav)  Big Grin , hab jetzt ca. 12 ST1 Motoren an Lager, die sind mechanisch / eleketrisch unzerstörbar ausser man verheizt die, wenn ein Hall Sensor ausfällt gehe ich halt Sensorless  oder mach es auf und tausche den Sensor Tongue

Meiner Meinung nach macht Stromer einiges richtig (System überall gleich akku, omni etc.), muss aber schauen das sie in Qualität, Stabilität, Reparierbarkeit, Umwelttechnisch ( kappe auszutauschen statt Akkukappe kaputt = neuer Akku etc.) sich verbessern. Zudem sind Sie nicht Apple die jedes Jahr ein neues Rad vorstellen müssen und alle springen auf, ist besser wenn Sie die vorhandene Modelle verbessern und optimieren, sonst haben sie immer einen Moving Target und neue Probleme etc.
Zwischen ST1 zum ST2 haben Sie eine Pionierleistung hingelegt und neue Standards definiert für die ganzen Branche! Von einem Motor Display zu einem Iot Gerät.
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