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ST1 Akku tiefentladen...
#1
Hoi zäme,

nachdem mir irgendwie an meinem Stromer wohl der Heckmotor durchgebrannt ist (?), hat es mir den Akku tiefentladen. Habe es erst gemerkt als ich beim einräumen von Stromer auf den heissen Motor aufmerksam geworden bin.

Hab nun noch eine Spannung von 0,5V an den Steckern, statt den normalen +/- 40V....

Jemand eine Idee wie ich den Retten kann?

Bzw. das Ladegerät zu überreden es doch noch einmal mit Laden zu probieren? Weil das Ladegerät erkennt den Akku mit dieser niedrigen Spannung nicht und startet daher gar nicht erst....

Danke euch, ist ein refurbished Akku und hat doch eine Stange Geld gekostet.....

Andreas
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#2
Nur noch 0.5V Akkuspannung an den Polklemmen? Ich habe zwar keinen ST1, aber die Li-Ion Zellenchemie ist ja die Gleiche wie bei neueren Modellen: Bei unter 2 Komma irgendwas Volt pro Zelle sind Li-Ionen Akkus leider definitiv zerstört. Da gibt es nichts mehr zu retten. Das Ladegerät darf sich zudem bei weniger wie etwa 2.5 Volt (pro Zelle) aus Sicherheitsgründen gar nicht erst zuschalten. Sorry für die schlechten Nachrichten.

Gruss, Mege
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#3
Hoi Andreas
Wenn die Akkublock-Spannung unter 31V sinkt, stellt die Elektronik den Saft am Stecker-Ende ab, bzw ist nur noch 0.5V. Die einzelnen Zellen sind (noch) nicht tiefentladen, erst wenn du den Akku nun lange rumliegen lässt -> Selbstentladung der Zellen.
Wenn das Ladegerät nun nicht anspringt, ist
a) Akku demontieren und Reset-Taster (nicht in allen Akkutypen vorhanden) auf Platine drücken, dann startet Ladegerät
b) wenn kein Resettaster auf Platine vorhanden ist und das Ladegerät startet nicht, dann ist vermutlich die Elektronik/BMS kaputt

Achtung: Akku demontieren ist nichts für Unerfahrene - kontaktiere doch den Refurbisher..

Falls du den Akku verkaufen möchtest (der Motor ist ja auch kaputt, das wird teuer..), melde dich
Gruss, Res

Motor durchgebrannt..?
Der Motor kann auch bei längeren Bergfahrten richtig heiss werden, irgendwann erscheint dann "Heat" auf dem Display und das System stellt ab
-> Abkühlen lassen und wieder starten
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#4
Hallo Res

Gut zu wissen dass der Akku eine solche Schutzfunktion hat.
Gilt dies nur für die 36V Akkus der älteren ST Modelle von Stromer oder auch für die 48V Akkus von ST1X, ST2 und aufwärts?

Gruess, Mege
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#5
(21.08.2019, 15:19)Mege66 schrieb: Nur noch 0.5V Akkuspannung an den Polklemmen? Ich habe zwar keinen ST1, aber die Li-Ion Zellenchemie ist ja die Gleiche wie bei neueren Modellen: Bei unter 2 Komma irgendwas Volt pro Zelle sind Li-Ionen Akkus leider definitiv zerstört. Da gibt es nichts mehr zu retten...

Das ist so nicht richtig.

Unterhalb von ca. 1,0V beginnt Kupfer in der Zelle Lösung zu gehen, das ist aber ein Prozess der idR langsam abläuft.
Beim Wiederaufladen können sich dann Dendriten bilden, den Seperator durchstoßen und so interne Zellkurzschlüsse bilden. Das ist ein Sicherheitsrisiko.

Wenn die Zellen nur kurze Zeit geringe Spannung haben kann man versuchen die Zellen langsam(!!!) mit sehr geringen Strömen auf ca. 3,0V zu laden.
Wenn Zellen dabei sind bei denen die Spannung nicht steigt sind diese defekt und der Akkupack ist zu entsorgen

In diesem Zustand lässt man sie liegen und misst die Spannung aller Zellblöcke nach Ladung, 1 Tage später und einige Tage später.
Von 1 Tag nach Ladung auf mehrere Tage nach Ladung sollte die Spannung nicht abfallen. Wenn dies passiert ist der Akkupack zu entsorgen.

Wenn die Spannung von allen Zellen gehalten wird kann man die Zellen normal laden.

Natürlich ohne Gewähr, ein Risiko hat man immer, aber so wird das gemacht.

Wer eine tiefentladene Zelle mit normalen Ladeströmen hoch lädt erhöht das Risiko eines Zellschadens oder gar einer Havarie.

Es schadet auf keinen Fall den Zelltyp zu kennen und vorher zu fragen oder zu googeln, ob es Erfahrungen mit genau diesen Zellen mit Tiefentladung gibt.

Zellen die längere Zeit (also mehrere Tage) tiefentladen waren würde ich nicht mehr nutzen. Testweise habe ich aber auch solche Zellen (Sony VT2) schon wieder zum Leben erweckt, ich benutze sie aber nicht mehr.

MfG
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#6
(02.09.2019, 14:06)Cephalotus schrieb: Wenn die Zellen nur kurze Zeit geringe Spannung haben kann man versuchen die Zellen langsam(!!!) mit sehr geringen Strömen auf ca. 3,0V zu laden.

Ich hatte einmal gelesen, dass pulsierendes Laden eine praktikable Technik sein, Akkus wiederzubeleben. Ist das tatsächlich so?
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#7
Ja, Bluecat hat recht. Ich habe einen tiefentladenen Akku den das Ladegerät nicht mehr laden wollte, aus dem Gehäuse entfernt, dann den Ladecontroller vom Akku getrennt. Nun habe ich den Akku mit einem Netzgerät, bei dem die Spannung (42V) und der Strom (0.5A) einstellbar ist ein paar Stunden unter Beobachtung geladen. Danach den Akku wieder zusammengebaut und mit dem Stromer Ladegerät vollgeladen. Seither dient er mir als 2. Akku und läuft wieder problemlos.

!!!!!!!!!! diese Arbeiten sollten nur von Fachleuten durchgeführt werden, die mit der Materie vertraut sind, sonst könnten erhebliche Schäden entstehen.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gruess Daniel
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#8
(05.09.2019, 20:46)bluecat schrieb:
(02.09.2019, 14:06)Cephalotus schrieb: Wenn die Zellen nur kurze Zeit geringe Spannung haben kann man versuchen die Zellen langsam(!!!) mit sehr geringen Strömen auf ca. 3,0V zu laden.

Ich hatte einmal gelesen, dass pulsierendes Laden eine praktikable Technik sein, Akkus wiederzubeleben. Ist das tatsächlich so?

Zweifle ich sehr stark an. Ich wüsste auch nicht den Mechanismus dahinter. Das stammt eher aus der Blei Zeit als man so Sulfatablagerungen aufbrechen konnte und bei Nickel Akkus kann man Kristallisationsprozesse dadurch rückgängig machen (Memory und Lazy Battery Effekt).

Mit dem langsamen Laden will man drei Dinge verhindern

1. Zellkurzschlüsse erkennen. Die Zellen werden warm aber nicht heiß
2. Die Zellen haben in diesem Zustand sehr hohe Innenwiderstände, man verhindert so eine Überhitzung
3. das Verhindern von lithium plating an der Anode

Das ist aber nur Halbwissen, ohne Gewähr auf Richtigkeit. evtl. findet sich zu dem Thema ein wissenschaftlicher Artikel im Netz.

Richtig ist aber die Vorgehensweise mit dem sehr langsamen Laden und dem Prüfen der Selbstentladung bei geringem SOC, bevor man dann weiter lädt.

Wenn man wie Ruefy nicht auf Selbstentladung prüft übersieht man hochohmige Zellkurzschlüsse durch Dendriten. Im besten Fall driftet der Zellblock weg, im schlechten Fall bildet sich beim Laden ein Hotspot in der betroffenen Zelle, der Separator wird weiter geschädigt und es kommt zum niedrigohmigen Kurzschluss.
Eine moderne 18650er Zelle bekommt man haute kaum mehr zum Brennen, ein interner Zellkurzschluss nach Tiefentladung und späterem wieder Aufladen ohne Prüfen ist aber eine Methode wie es mit dem Feuer doch mal klappen könnte.

Wer es nicht glaubt, glaubt es eben nicht.

MfG
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