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ST1 Motor am Berg verbrannt - Reparaturversuch
#1
Question 
Hallo Allerseits, 

Unser Stromer ST1 von 2012 (gekauft 2013) hat einen verbrannten Motor nach nur 760km. Ja, ist wenig gelaufen - nun soll er aber vermehrt ran, drum muss der Motor auch gefixt werden. 

Fehlermeldung auf dem Display ist «no_comm». Der Akkuladezustand wird dabei auch mit vollem Akku als leer angezeigt bzw. es wird kein Ladezustand angezeigt.
Der Motor ist schwergängig (heisst, man fühlt die Magnetpositionen --> die Spulen sind vermutlich im Controller kurzgeschlossen - ich vermute, dass die Mosfets verbraten sind und allenfalls auch weiteres dem Hitzeschaden oder dem anschliessenden Kurzschluss zum Opfer gefallen ist). 
Der Defekt ist bei einer längeren Bergfahrt (eine Drittperson fuhr) aufgetreten und seither permanent vorhanden.

Obwohl ich schon viel über diese (sehr schlecht reparierbaren) Motoren bzw. deren (noch viel schlechter reparierbaren) Controller gelesen habe, möchte ich einen Versuch unternehmen. Verlieren kann ich ja nichts (ausser Zeit) und im schlechtesten Fall habe ich eine Menge gelernt. 

Ablauf wird also sein: 
Rep-Versuch und bei Scheitern neuer Motor. 

Was bisher geschah:
Ich habe bereits die Steckverbindungen angeschaut. Die sehen 1A aus. Da ich die Magnete im Motor spüre (also vermuteter Kurzschluss der Spulen) habe ich darauf verzichtet, den Display direkt am Motor anzuschliessen - ich denke der Käfer sitzt eindeutig in der Keksdose. 
Deshalb ist bereits das Rad ausgebaut und eine Abzugsvorrichtung geschweisst, mit der ich die Dose öffnen will. Ich habe Zeichen auf die Dose gemacht, damit ich die hinterher wieder richtig zusammensetzen kann. Alles weitere ist anhand der Bilder zu ersehen. 

Ich bin natürlich sehr Dankbar um Tipps (vor allem was die Fehlersuche in der Elektronik sowie das Beheben der Controllerprobleme angeht - mechanisch komme ich besser klar als elektronisch). 
In zweiter Instanz wäre ich (falls ich scheitere) für Tipps dankbar, wo ich am günstigsten einen Ersatzmotor (für 45kmh) herkriege. 

Grüsse
elkooo

   
Abzugsvorrichtung: M12 Gewinde und Flacheisen als Pullers

   
Stecker: Perfekter Zustand
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#2
Hallo Elko,

Kurz gesagt, nein ist nicht möglich.

Kannst es öffnen, dann wirst du denn Harz Klotz sehen, das PCB kann nur mechanisch freigelegt werden, dabei gehen die Elkos und SMD Bauteilen drauf.

Es wurde so gebaut, das man es nicht reparieren kann. Bei Bionx waren Sie so intelligent und haben die Platine mit Schutzlack versehen, bei den Taiwan Kollegen ist nachhaltigkeit kein Thema, auch bei den Kollegen in Oberwangen dazumal oder immer noch nicht?!

Statt den Telit 2G Modem auf einer Platine absteckbar zu machen, haben Sie es fest verlötet die Holbirnen, das Ding wird nur über den AT Protokol gesteuert (Das kann man auch mit dem 3G, 4G Modems machen), noch ein Beispiel ist der Festverlötete Flexkabel vom Display oder der verklebte Akku...

Danke MyStromer für den haufen Alteisen und Elektroschrott.

Darum habe ich mich entschieden den ST1 Motor umzubauen und mit meiner eigenen Software zu steuern, damit ich von denen nichts mehr brauche...
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#3
Hi RoadCruiser

Du schreibst etwas von «Telit 2g Modem». Ist dies eines der Teile welches oft / immer vom Schaden betroffen ist? In einem anderen Post hast Du etwas von Kochen der Platine zwecks entfernen des Epoxys geschrieben. Ich wäre mal so vorgegangen, zuerst die Mosfets freizulegen - allenfalls mittels lokalem wärmen mit einer Heissluftgun.

Hatte gehofft vielleicht einige Infos über die Fehlerstellen zu erhalten...

Du kannst mir natürlich auch gerne Deine Lösung vorstellen - falls diese vom Kosten/Nutzen-Konzept her spannend ist wäre das durchaus eine Option.
Ich möchte jedoch möglichst eine saubere Lösung (keine riesige, externe China - Controllerkiste irgend wo ans Rad gefrickelt...).

Merci einstweilen für Deine Antwort!

Gruss
elkooo
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#4
Hallo Elkoo

hier in diesem interessanten Thread siehst du, was dich erwartet...

Ciao
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#5
Ja den kenne ich schon & habe ich im Detail studiert.
Dort wird aber primär beschrieben, wie man den Motorcontroller ausbaut & einen Fremdcontroller mit Fremddisplay anschliesst. Ich würde eigentlich gerne den Controller reparieren oder aber so ersetzen, dass der künftige Controller im Rahmen unterschlupf finden könnte und mit dem originalen Display spricht.

Ich glaube, der RoadCruiser hat sowas in Entwicklung - bisher ist darüber aber noch nicht so viel zu erfahren...
@RoadCruiser: Aufruf! Würdest Du da mehr preis geben? Gerne auch per PN falls Du Dich (noch) nicht öffentlich dazu äussern willst. Ich wäre sehr interessiert an Deiner Lösung - allenfalls auch dazu etwas beizutragen......
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#6
(25.05.2020, 06:32)RoadCruiser schrieb: Statt den Telit 2G Modem auf einer Platine absteckbar zu machen, haben Sie es fest verlötet die Holbirnen, das Ding wird nur über den AT Protokol gesteuert (Das kann man auch mit dem 3G, 4G Modems machen), noch ein Beispiel ist der Festverlötete Flexkabel vom Display oder der verklebte Akku...
2G Modem beim ST1 Baujahr 2012?
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#7
@CCRider,

Ich glaube die Aussage (bzw. so verstehe ich es, nachdem ich noch ein wenig gegoogelt habe) war eher allgemeiner Natur was die Stromer-Elektronikverarbeitung angeht. Das 2G Modem ist wohl/offenbar bei den neueren Stromern mit Telemetriemöglichkeiten an Bord. Beim ST1 gabs das nicht... aber sehr wohl gabs schon die Service-unfreundliche Machart und das hat sich wohl bis Dato wenig geändert.
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#8
(25.05.2020, 06:32)RoadCruiser schrieb: Statt den Telit 2G Modem auf einer Platine absteckbar zu machen, haben Sie es fest verlötet die Holbirnen

...

Es wurde so gebaut, das man es nicht reparieren kann. Bei Bionx waren Sie so intelligent und haben die Platine mit Schutzlack versehen, bei den Taiwan Kollegen ist nachhaltigkeit kein Thema, auch bei den Kollegen in Oberwangen dazumal oder immer noch nicht?!

Wir wissen inzwischen, dass es am ST1 kein Modem gab.

Ab dem ST2 ist eines eingebaut. Es ist unter anderem wesentlicher Bestandteil der Diebstahlsicherung. Es ist daher durchaus im Interesse der Stromer Bestizer, dass diese nicht durch einfaches Lösen eines Steckers unwirksam gemacht werden kann.

Das Konzept des V1 / ST1 Motors war mangelhaft. Es gab viel zu viele Ausfälle. Zudem konnten die defekten Motoren nicht einfach repariert werden. Um die Nachhaltigkeit zu fördern, gab es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Elektronik des V1 / ST1 Motors wird so gebaut, dass sie bei einem Defekt einfach repariert werden kann
  2. Es wird eine neuer Motor entwickelt, der diese Probleme nicht hat
Es liegt auf der Hand, dass Lösung 1) für wenig Geld machbar gewesen wäre - aber das Motorensterben wäre weitergegangen. Das Werk hat sich deshalb für Variante 2) entschieden und sämtliche "elektrischen" Teile neu konstruiert.

Die im Vergleich zum V1 / ST1 massiv gesteigerte Lebensdauer zeigt, dass diese Variante der Nachhaltigkeit die bessere ist.
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#9
(01.06.2020, 09:58)bluecat schrieb:
(25.05.2020, 06:32)RoadCruiser schrieb: Statt den Telit 2G Modem auf einer Platine absteckbar zu machen, haben Sie es fest verlötet die Holbirnen

...

Es wurde so gebaut, das man es nicht reparieren kann. Bei Bionx waren Sie so intelligent und haben die Platine mit Schutzlack versehen, bei den Taiwan Kollegen ist nachhaltigkeit kein Thema, auch bei den Kollegen in Oberwangen dazumal oder immer noch nicht?!

Wir wissen inzwischen, dass es am ST1 kein Modem gab.

Ab dem ST2 ist eines eingebaut. Es ist unter anderem wesentlicher Bestandteil der Diebstahlsicherung. Es ist daher durchaus im Interesse der Stromer Bestizer, dass diese nicht durch einfaches Lösen eines Steckers unwirksam gemacht werden kann.

Das Konzept des V1 / ST1 Motors war mangelhaft. Es gab viel zu viele Ausfälle. Zudem konnten die defekten Motoren nicht einfach repariert werden. Um die Nachhaltigkeit zu fördern, gab es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Elektronik des V1 / ST1 Motors wird so gebaut, dass sie bei einem Defekt einfach repariert werden kann
  2. Es wird eine neuer Motor entwickelt, der diese Probleme nicht hat
Es liegt auf der Hand, dass Lösung 1) für wenig Geld machbar gewesen wäre - aber das Motorensterben wäre weitergegangen. Das Werk hat sich deshalb für Variante 2) entschieden und sämtliche "elektrischen" Teile neu konstruiert.

Die im Vergleich zum V1 / ST1 massiv gesteigerte Lebensdauer zeigt, dass diese Variante der Nachhaltigkeit die bessere ist.

Es gibt die Variante 3. den bestehenden Stromer verwenden und einen Umrüstkit anbieten. 48V hin oder her.


Leider ist unsere Wegwerfgesellschaft schuld, Stromer meint es sei ein Autohersteller, der jedes Jahr ein neues Modell rausbringen muss und meint die Kunden satteln dann um, alla Apple und co.

Ein Stromer ist kein KFZ, wo die Technik ein riesen Sprung macht oder ein tausch der Kompenenten unwirtschaftlich ist, wie ein Diesel oder Ottomotor, wo die ganze Verbrennung überarbeitet und optimiert wurde.


Neue Stromer zu verkaufen bringt Gewinn, klar aber man kann die Kunden nur einmal verarschen.

Der Tellit Modem ist im OMNI verbaut in der unteren Platine, man ist schneller dran den OMNI auszustecken, Diebstahlsicherung ist eh ein Witz, gehe da weiter nicht ins Detail.

Man weiss das 2G, 3G, 4G, 5G etc. nicht ewig existieren wird, dann kann man das Ding auch absteckbar machen, das gilt auch für den Display, der Flexkabel ist geklebt und gelötet, eine Reparatur fast nicht möglich, nur beim Digitizer haben sie es absteckbar gemacht, warum auch immer....

Was noch stört ist, das Stromer einen Akku nicht reparieren resp. die Einzelteile nicht verkauft, beim Motor ist es dasselbe.

Klar, ich kann auch ein E-Bike Rahmen designen, dann die Komponenten bei HiTech, TDCM, Accelerated Systems inc,
ID-Bike bestellen, Firmware / Portal von SW-Unternehmen schreiben lassen, das Ding verkaufen, 1 zu 1 austausch anbieten und als Pionier gelten, ist nur eine Frage des Kapitals.

Der Anbieter Bond ist der beste Beispiel dafür.

Hier Fragen sich viele Leute, warum Stromer so lange hat, wenn es um reparaturen geht etc., wenn man das ganze Garantie -/ Bestellprozess auf Google Drive hat, wundert es niemanden, wenn es nicht läuft. Das stört den Händler ziemlich....
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#10
(02.06.2020, 06:20)RoadCruiser schrieb: Ein Stromer ist kein KFZ, wo die Technik ein riesen Sprung macht oder ein tausch der Kompenenten unwirtschaftlich ist

Ein neues Auto-Modell hat vor allem eine neue Karosserieform. Kühler, Lampen, Armaturenbrett, Interieur. Alles ist neu und anders als bei den anderen Modellen.

Aber der Motor (Bohrung x Hub), den gibt es oft schon seit Dekaden, das Getriebe manchmal auch, selbst die Bodengruppe wird oft übernommen.

Der Sprung vom ST1 zum ST2 ist das exakte Gegenteil: Das Hauptmerkmal, die Rahmenform blieb besten, selbst die 26" Räder wurden übernommen. Dafür ist alles andere neu. Motor, Stromversorgung, Steuerung, Anordung und Aufteilung der integrieten Bauteile.

Das macht es extrem schwierig, überhaupt ein Umrüstkit zu entwickeln. Der Akku müsste viel kleiner sein und weil es unzumutbar ist, ein Loch ins Oberrohr zu sägen, müsste auch das OMNI neu konstruiert werden. Die restlichen Bauteile könnten irgenwie aussen am Rahmen befestigt werden.

Angenommen, das Werk hätte soviel Geld, dies alles zu entwickeln: Gibt es überhaupt noch einen Markt für Selbstbau-E-Bikes?
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