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ST3 Drehmomentsensorfehler
#1
Hallo Community,

ich habe ein Problem mit meinem ST3. Vorab möchte ich erklären, dass ich mich leider nicht ohne Weiteres an meine Stromer-Werkstatt wenden kann bzw. mir dort nicht wirklich geholfen wird wenn ich nicht konkrete Fehler etc. benennen kann. Ich will das hier auch nicht weiter vertiefen, es ist halt leider so......


Nun zu meinem Problem:

Ich parke mein Bike über Nach in der warmen Wohnung. Ich starte es in der Wohnung und schiebe es dann raus ins freie. 

Nach wenigen Metern Fahrt ohne jegliche Unterstützung bloppt ein rotes Ausrufezeichen mit Fahrrad im Display auf, dazu eine Fehlermeldung Sensorfehler.

Eine Kalibrierung im Sensormenü funktioniert nicht, es erscheint folgende Fehlermeldung:

Ein Sensorfehler ist aufgetreten, der Drehmomentsensor konnte nicht kalibriert werden. Bitte folgen Sie den Kalibrierungsanweisungen.

Wenn man dann im Service-Menü (rechter Bremshebel und Menü) bei Sensors nachschaut wird klar was das Problem ist:

Voltage: 0,050 V
Offset: 0,821 V

Offset zurücksetzen funktioniert leider nicht.


Auch ein Neustart des Bikes nützt nichts. Was hilft: Akku bei eingeschaltetem Bike auswerfen, nach dem Neustart funktioniert die Kalibrierung, Voltage steht dann bei ca. 0,821 V.

Mir ist die komplette Funktionsweise des Drehmomentsensors nicht geläufig, bitte nicht falsch verstehen, ich will es auch nicht komplett verstehen. Durch stöbern im Forum gehe ich davon aus (laienhaft ausgedrückt), dass der Drehmomentsensor kleinste Veränderungen der Spannung feststellt (durch das Treten), daraufhin wird beschleunigt.

Ich denke, dass Problem hier ist, wenn der Voltage-Wert über 1,000 geht, in diesem Fall ja 0,050 V und die Differenz zwischen Voltage und Offset mehr als 0,100 V beträgt, dann kann man nicht mehr kalibrieren.

Auch gehe ich davon aus, dass es an der Außentemperatur liegt (der Gedanke drängt sich einem auf).

Wenn man dann die Kalibrierung mal hinbekommen hat funktioniert alles wie gewollt, ich denke also, dass es nicht am Drehmomentsensor selbst liegt, viel mehr an der Software.

Auch wichtig zu wissen ist, dass im letzten Jahr bei ähnlicher Temperatursituation keinerlei Probleme auftraten.
Das bringt mich zu dem Schluss, dass ein Software-Update die Situation "verschlimmbessert" haben könnte.

Spaßig wird es auch, wenn man dann am nächsten Morgen das Fahrrad in der Wohnung wieder einschaltet, dann kommt gleich die Fehlermeldung (ist ja jetzt auf "kalt" kalibriert). Alles seeeehr nervig morgens um halb sechs und auf Dauer auch kein Zustand. Kann ja nicht sein dass ich mein 7000 EUR-Rad bei kalten Temperaturen nicht fahren kann...

Hat jemand ähnliche Probleme gehabt? Kann mir einer den Fehler plausibler erklären (brauch dieses Wissen für die Werkstatt, sonst passiert da gar nichts, traurig aber wahr)? Hat jemand gar eine Lösung parat?

Bin für alle Tipps dankbar, so ist das wirklich sehr unschön....

Bilder hänge ich gleich an, will erstmal den Thread mit Text starten, war eben nämlich schon einmal komplett weg (Android sei dank).



Gruß

Steffen


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#2
Guten Morgen
Ich denke es liegt an der Achse von Hinterrad. Entweder ist sie zu fest gezogen oder nicht fest genug. Mit dem Drehmoment Schlüssel auf ca. ( ich meine 25N/M anziehen. Am besten das Service Menü dabei öffnen und die beiden Spannungen des Sensors beobachten bis sie einen ideal wert erreicht haben. Danach Kalibrieren. Wenn es danach nicht geht würde ich tatsächlich auf den Drehmomentsensor schließen.
Toi toi toi
Was hast du nur für einen blöden Händler!
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#3
Danke Stocki für die Antwort!


Ja, der Händler, das ist so ein Thema. Die haben einfach zu viel Kundschaft, verkaufen Pedelecs am laufenden Band, der Service leidet darunter enorm. 

Die nächster Werkstatt ist aber 60 km entfernt, also leider keine Option.

Zur Hinterachse: Wenn es daran liegt sollte aber der Temperaturunterschiede nichts ausmachen, oder???


Ich schau heute Abend gleich mal nach mit wie viel NM die angezogen ist.


Gruß

Steffen
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#4
Das hat ziemlich sich damit nix zu tun. Die Außentemperatur sollte nur Wirkung auf den Akku haben und die Kapazität. Aber auch das wird in zwischen gut ausgeglichen. Versuch das mal mit der Achse. Wird es der Drehmoment Sensor sein. Ich glaube allerdings das dein Händler den auf Zuruf nicht so einfach von Stromer bekommt. Die wollen so weit ich weiß schon gerne die Diagnose sehen.
Aber vielleicht geht das bei deinem ja.
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#5
(05.02.2021, 07:52)afferbischer schrieb: Hallo Community,

ich habe ein Problem mit meinem ST3.

Ich denke, dass Problem hier ist, wenn der Voltage-Wert über 1,000 geht, in diesem Fall ja 0,050 V und die Differenz zwischen Voltage und Offset mehr als 0,100 V beträgt, dann kann man nicht mehr kalibrieren.

Auch gehe ich davon aus, dass es an der Außentemperatur liegt (der Gedanke drängt sich einem auf).

Wenn man dann die Kalibrierung mal hinbekommen hat funktioniert alles wie gewollt, ich denke also, dass es nicht am Drehmomentsensor selbst liegt, viel mehr an der Software.

Auch wichtig zu wissen ist, dass im letzten Jahr bei ähnlicher Temperatursituation keinerlei Probleme auftraten.
Das bringt mich zu dem Schluss, dass ein Software-Update die Situation "verschlimmbessert" haben könnte.

Spaßig wird es auch, wenn man dann am nächsten Morgen das Fahrrad in der Wohnung wieder einschaltet, dann kommt gleich die Fehlermeldung (ist ja jetzt auf "kalt" kalibriert). Alles seeeehr nervig morgens um halb sechs und auf Dauer auch kein Zustand. Kann ja nicht sein dass ich mein 7000 EUR-Rad bei kalten Temperaturen nicht fahren kann...

Hallo Steffen

Der Sensor arbeitet beim ST3 innerhalb von 0.5 - 1.5V. Fällt die 'Voltage' unter 0.5V ist eine Kalibrierung nicht möglich. Bei deinen 0.05V bist du also ausserhalb des Kalibrierbereichs.

Nun wird es schwieriger. Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang mit der Temperatur. Hier stellt sich die Frage ist der Grund elektrischer/elektronischer oder mechanischer Natur.

Weil einfach (und als Anwender noch machbar) würde ich auch mal das ganze 'NM-Tralala' mit den Sensorplatte/Achse Drehmomenten durchgehen, dann testen.

Bringt das nichts liegt das Problem wohl an der Elektronik, der SW oder dem Sensor. Gab es zwischen dem 'letzten Jahr ohne Probleme' und jetzt FW Updates? Wenn ja, wäre das eine mögliche Fehlerquelle. Interessant wäre hier, ob die Probleme zeitnah eines solchen Updates aufgetreten sind. Wiederum ja! dann könnte man auf ein SW Problem schliessen. Nur müsste sich ein solches hier im Forum vermehrt niederschlagen, was es nicht tut. Die Omni-SW ist also wohl eher nicht im Fokus.

Zur Elektronik:
a.) Das Bike hat einen Temperatursensor (meines Wissens im Omni) welcher z.B. ein Laden des Akkus unter 0° Grad verhindert und auch Warnmeldungen (gelbes Warnsymbol) auf dem Omni ausgibt. Im Normalfall sollte das aber keinen Einfluss auf die generelle Fahrbarkeit bei tiefen Temperaturen haben.
b.) Der Drehmomentsensor selber ist ein elektronisch sehr einfaches Bauteil. Die Temperatursensibilität ist im Fahrbetrieb vernachlässigbar, es sei denn es liegt ein Fehler im SOT Bauelement vor.

Fakt ist:
Das System zeigt dir einen Sensorfehler an weil die Ausgabespannung dieses unter 0.5V liegt. Erst wenn du den Akku entfernst/einsetzt läuft alles wieder normal. 

Der von dir angewendete Workaround kenne ich z.B. von Laptops. Erst wenn der Akku raus ist, und das System danach komplett neu initialisiert wird, starten die Dinger. Das Problem dort liegt im Zusammenspiel von Akkufirmware und BIOS des Laptops. Auf den Stromer übertragen würde das heissen, dass der Akku bzw. dessen Firmware auch noch im Spiel ist. 

Was tun?

Als Anwender, funktioniert es nicht mit dem 'NM-Tralala', bleibt dann wohl nur der Gang zum Händler. 

Als Stromer Servicemann würde ich:
a.) Die Omni und Akku FW auf die neuste FW heben, falls nicht schon passiert (ggf. auch mit einem anderen Akku testen)
b.) Die Mechanik (Drehmomente Sensorplatte/Achse) überprüfen
c.) a.) und b.) testen, hilft es nicht
d.) Sensor austauschen, hilft es nicht
e.) Omni austauschen

Viele Grüsse
Jürg
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#6
(05.02.2021, 07:52)afferbischer schrieb: Kann ja nicht sein dass ich mein 7000 EUR-Rad bei kalten Temperaturen nicht fahren kann...

Das ist in der Tat unzumutbar!


Wie Du den zahlreichen Antworten entnimmst, ist der Sensor ein Sensibelchen, wenn es um Messwerte geht und ein ganz zäher Brocken, wenn es um seine Stabilität geht. Daher ist der allerserte Ansatzunkt immer eine Manipulation oder ein Vorkommnsis im Bereich der Hinterachse, welches die Störung auslöste.

Nur: Das war ja nich immer so, es gab auch ein "vorher". In dem Zudammenhang interessiert, was sich seit dem Vorher geändert hat im Umgang mit dem Stromer. Kannst Du dazu auch ein paar Zeilen schreiben?
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#7
Bei mir ist ein ähnlicher Fehler mehrfach aufgetreten wenn ich mein bike vor dem heraustragen aus der Wohnung (Treppenhaus plus 3 Stufen ) angeschaltet habe und es beim Hochfahren bewegt wird. Nun schalte ich das Rad erst dann an wenn es draußen steht. Es sollte auf alle fâlle ruhig stehen während es angeschaltet wird
Versuch das doch einfach mal, vielleicht erledigt es sich dann ja auch

Gruß
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#8
(07.02.2021, 11:22)Flachlandstromer schrieb: Bei mir ist ein ähnlicher Fehler mehrfach aufgetreten wenn ich mein bike vor dem heraustragen aus der Wohnung (Treppenhaus plus 3 Stufen ) angeschaltet habe und es beim Hochfahren bewegt wird. Nun schalte ich das Rad erst dann an wenn es draußen steht. Es sollte auf alle fâlle ruhig stehen während es angeschaltet wird
Versuch das doch einfach mal, vielleicht erledigt es sich dann ja auch

Gruß

Guter Punkt! Bewegung beim Hochfahren muss man ausschliessen können bevor man weitere Fehlerquellen anpeilt.
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#9
Bei meinem ST1x hatte ich auch ein Sensibelchen als DM-Sensor. Oft war nach dem Einschalten keine Unterstützung da, auch ein Kalibrieren war dann nicht möglich, im System wurde Fehler W 270100 angezeigt. Selbst wenn nach dem Einschalten aber die Unterstützung vorhanden war, konnte sich das unterwegs gerne mal ändern. Da war vom Komplettaussetzer bis zum Gasgriff-Modus alles drin. Der Händler hat erst ein falsches Drehmoment an der Hinterachse vermutet, dann Verschmutzung usw. Hat alles keine Besserung gebracht. Allerdings war der Zustand bei Temperaturen unter 10 °C komischerweise stabiler. Zum Glück waren die Fehler ja alle im Protokoll einsehbar, und der Händler hat es geschafft, einen DM-Sensor vorab zum Austausch zu bekommen. Beim Austausch ist dann angeblich das Kabel des DM-Sensors einfach vom Omni abgefallen, könnte also auch ein Wackelkontaktproblem gewesen sein. Seit der neue Sensor drin ist, läuft es bisher rund – allerdings bin ich wegen des Wetters auch erst 100 km gefahren. Ohne Handlerunterstützung sehe ich aber Schwarz …
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#10
(08.02.2021, 20:59)alex17 schrieb: Bei meinem ST1x hatte ich auch ein Sensibelchen als DM-Sensor. Oft war nach dem Einschalten keine Unterstützung da, auch ein Kalibrieren war dann nicht möglich, im System wurde Fehler W 270100 angezeigt. Selbst wenn nach dem Einschalten aber die Unterstützung vorhanden war, konnte sich das unterwegs gerne mal ändern. Da war vom Komplettaussetzer bis zum Gasgriff-Modus alles drin.
...
Seit der neue Sensor drin ist, läuft es bisher rund – allerdings bin ich wegen des Wetters auch erst 100 km gefahren. Ohne Handlerunterstützung sehe ich aber Schwarz …

Tolle Story, bin mir aber sicher, der Fehler lag an den Schrauben im Bereich der Hinterachse.

Aber selbe Frage wie oben: Der Fehler war ja nicht immer da; wie kam es dazu?
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