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ST2 Gates Distribution Board
#1
Korrosion beim Distribution-Board (ST2 Belt)

Ich schreibe im Forum, weil der Stromer Support nicht antwortet.

In letzter Zeit hatte ich den Systemfehler, dass der Motorcontroller das Hallsignal vom Motor verliert.
Bei der Fehlersuche sind mir Korrosionsspuren beim "Distribution Board" und einigen Steckern aufgefallen. Nach der Entrostung ist die Fehlermeldung verschwunden und ich kann wieder fahren.
Meine Vermutung ist, dass die Metalle in den Steckern und Lötstellen zu korrodieren beginnen, sobald sie unter el. Spannung stehen, da sich das Potenzial der Metalle nicht verträgt.
Bedauerlicherweise ist der Rahmen weder spritzwasserdicht noch ist die Elektronik in Epoxidharz eingegossen. So wird die Leiterplatine vom "Distribution Board" nass und steht zusätzlich unter Spannung, was zwangsläufig zu intensiver Rostbildung führt.

Das "Distribution Board" ist meiner Meinung nach eine totale Fehlkonstruktion. Da der Rahmen nicht Wasserdicht ist, müssen Steckverbindungen mindestens IP65 erfüllen. Leider ist dies 2x nicht der Fall und das Board darf in so einem Zustand nicht verkauft werden.
Zudem sind die Lötkontakte auf der Rückseite beim Board frei, also nicht in Epoxidharz eingegossen --> Die rosten dann natürlich auch.
Auf dem Board sind keinerlei elektronische Komponenten verbaut. Es ist also nur ein kostspieliger Übergangsstecker für 65 Euro, welcher dann noch die Schwachstelle des Bikes markiert. Da verzichte ich lieber.
Etwas befremdlich ist, dass die Steckverbindungen mit Kontaktöl bestrichen sind. Offenbar ist sich Stromer bewusst, dass systematisch die falschen Stecker verbaut werden. Enttäuschenderweise gab es keine Rückrufaktion, um die el. Komponenten auszutauschen.


-----
Vor ca. 2x Monaten habe ich das Board nun entfernt und alle Kabel direkt verlötet. Seither läuft das Bike wieder.
Der blau angekreuzte Bereich im Foto muss beim Bike entfernt und die Kabel müssen direkt verlötet werden. Ich habe zusätzlich auch die Kabel im Stecker zum Sine Wave Controller neu gekrimpt.


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#2
Habe das selbe Problem wie hast du das Durchgemssen oder gibts dafür einen Plan ? Finde nämlich nichts dazu im Internet und meiner war auch Nass
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#3
(26.11.2024, 15:10)WorkTraveler schrieb: Korrosion beim Distribution-Board (ST2 Belt)

Ich schreibe im Forum, weil der Stromer Support nicht antwortet.

In letzter Zeit hatte ich den Systemfehler, dass der Motorcontroller das Hallsignal vom Motor verliert.
Bei der Fehlersuche sind mir Korrosionsspuren beim "Distribution Board" und einigen Steckern aufgefallen. Nach der Entrostung ist die Fehlermeldung verschwunden und ich kann wieder fahren.
Meine Vermutung ist, dass die Metalle in den Steckern und Lötstellen zu korrodieren beginnen, sobald sie unter el. Spannung stehen, da sich das Potenzial der Metalle nicht verträgt.
Bedauerlicherweise ist der Rahmen weder spritzwasserdicht noch ist die Elektronik in Epoxidharz eingegossen. So wird die Leiterplatine vom "Distribution Board" nass und steht zusätzlich unter Spannung, was zwangsläufig zu intensiver Rostbildung führt.

Das "Distribution Board" ist meiner Meinung nach eine totale Fehlkonstruktion. Da der Rahmen nicht Wasserdicht ist, müssen Steckverbindungen mindestens IP65 erfüllen. Leider ist dies 2x nicht der Fall und das Board darf in so einem Zustand nicht verkauft werden.
Zudem sind die Lötkontakte auf der Rückseite beim Board frei, also nicht in Epoxidharz eingegossen --> Die rosten dann natürlich auch.
Auf dem Board sind keinerlei elektronische Komponenten verbaut. Es ist also nur ein kostspieliger Übergangsstecker für 65 Euro, welcher dann noch die Schwachstelle des Bikes markiert. Da verzichte ich lieber.
Etwas befremdlich ist, dass die Steckverbindungen mit Kontaktöl bestrichen sind. Offenbar ist sich Stromer bewusst, dass systematisch die falschen Stecker verbaut werden. Enttäuschenderweise gab es keine Rückrufaktion, um die el. Komponenten auszutauschen.

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Vor ca. 2x Monaten habe ich das Board nun entfernt und alle Kabel direkt verlötet. Seither läuft das Bike wieder.
Der blau angekreuzte Bereich im Foto muss beim Bike entfernt und die Kabel müssen direkt verlötet werden. Ich habe zusätzlich auch die Kabel im Stecker zum Sine Wave Controller neu gekrimpt.

Zitat:Ich schreibe im Forum, weil der Stromer Support nicht antwortet.

Stromer hat den einzigen Direktkontaktkanal im Mai 2025 eingestellt. Siehe hier.

Das Problem mit den sog. Distributionboards beim Stromer ist leider ein altes. Damit gab es schon Probleme beim ST1x, ST2(S) oder den frühren ST5. Das ST1, ST2-Belt und auch das ST7 haben den EDS-Controller im Akkufach verbaut. Auf den ersten Blick ist hier der Controller besser geschützt als unterhalb des Unterrohrs, wie es bei vielen Modellen der Fall ist. Dort ist speziall das Spritzwasser vom Vorderrad ein Thema und auch das Eindringen dieses in den Tretlagerbereichs, wo bis etwa 2018 die Motorkabelverbindung zum Controller sogar unisoliert durchführten. Im Akkufach ist es eher ein Kondenswasserproblem. Dieses entsteht bei starken Temperaturunterschieden zwischen Akkufach/Akku und Aussentemperatur und hoher Luftfeuchte. Ich habe es bei meinem ST3 noch nie erlebt, dass Wasser direkt ins Akkufach einhgedrungen ist.

Mir ist nie klar geworden, wieso Stromer immer wieder solche Problemstellen in ihre Modelle "einbaut". Dazu gehört ja auch die unglücklich angeordnete Ladebuchse im Tretlagerbereich der Di2 Schaltung beim den ersten Chargen des ST5, um nur eine zu nennen.

Die Korrosion beim DB ist nicht auf Rost basierend. Wasser, Kupfer (Steckkontakte) und Strom führen einer elektrochemischen Reaktion und führt zur Bildung von Kupferoxid (CuO oder Cu2O) auf der Kupferoberfläche. Dabei wirkt der der elektrische Strom als Katalysator. Das Kupferatom reagiert mit dem Sauerstoff aus dem Wasser und es bildet sich eine grün-blaue Schicht, die sogenannte Patina. Diese Patina führt zu Kontaktproblemen mit allerlei Folgen. Gereinigt werden kann sie am besten mit Isopropylalkohol und einem Glasfaserpinsel.

Zitat:Etwas befremdlich ist, dass die Steckverbindungen mit Kontaktöl bestrichen sind. Offenbar ist sich Stromer bewusst, dass systematisch die falschen Stecker verbaut werden. Enttäuschenderweise gab es keine Rückrufaktion, um die el. Komponenten auszutauschen.

Elektrolub heisst das "Kontaktöl". Es wird verwendet um u.a. die Steckbarkeit zu verbessern und ist kein Korrosionsschutz. Stromer war sich kaum bewusst, dass hier wieder eine potentielle Fehlerquelle hinein-engineert wurde, sonst wäre das so nicht gemacht worden. Rückrufe sind bei Stromer äusserst selten. Wieso das Modul überhaupt gebraucht wird ist mir auch unklar. Neuere Modelle sind vergossen. Stromer bietet meines Wissens auch ein Kit an mit dem der Freundliche das Modul nachträglich vergiessen kann.

(03.12.2025, 13:43)Sanni92 schrieb: Habe das selbe Problem wie hast du das Durchgemssen oder gibts dafür einen Plan ? Finde nämlich nichts dazu im Internet und meiner war auch Nass

Stromer Kabelpläne sind im Netz nicht auffindbar. Wenn man so etwas braucht muss man Reverse-Engineering machen.
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