Das Risiko einen Akkubrand zu erleben ist nicht 0 aber sehr klein. Stellt man sich vor wo überall moderne Akkus (Smartphone, Taschenlampe, Gartengeräte, Laptops, E-Autos etc. etc.) verbaut sind sind das Milliarden. Im Verhältnis zu dieser Anzahl passiert wenig. Medial werden Akkubrände meist überhöht dargestellt. Das Motto: 1 Brand= eine fette Schlagzeile. Das ist ähnlich wie bei Haiangriffen denen weltweit immer noch eine massive Aufmerksamkeit zukommt aber im Vergleich zu anderen Todesursachen eigentlich im Grundrauschen der "Menschlichen Endlichkeit" untergehen.
Grund für Brände bei E-Bikes sind meist "Bastellösungen", falsche Handhabung (Tiefentladung, Laden bei eisigen oder an der Sonne liegenden Akkus), Billig(st)propdukte (Akkus wie Ladegeräte aus dubiosen Quellen), mechanische Beschädigungen, z.B. durch Sturz etc. Mit neueren Akkuchemien wird sich das Risiko eines Brandes weiter vermindern. Die heute schon eingesetzten LFP-Akkus in E-Autos oder auch zukünftige Feststoffakkus sind kaum mehr enzündbar. Da wird sich noch einiges tun.
Im Video, das ich
hier zeige, handelt es sich tatsächlich um einen Stromer-Akku - den einzigen Fall den ich kenne. Der Akku fiel auf den Boden und die Frontbase wurde eingedrückt. Etwa 2 Tg später enzündete er sich.
Die Stromerakkus haben Schutzmassnahmen (Strom- und Temperaturüberwachung, Cell Drift...) eingebaut die beim Laden und Entladen den Akku bei ungewöhnlichen Werten abschaltet. Passiert eine endotherme, chemische Rekation in der Zelle hat diese eine mechanische Sicherung eingebaut die bei übermässiger Temperaturentwicklung anspicht. Wenn es sich um einen internen Zellenkurzschluss handelt hilft dies aber auch nicht mehr. Die Zelle geht durch (Thermal Runaway) und zieht die Nachbarzellen meist mit.
Die im Beitrag genannten Vorsichtsmassnahmen sind durchaus sinnvoll. Bei einem BQ983-Akku von Stromer kommt 1 kW Energie zusammen, eine Menge Power welche im Schadensfall viel Unheil anrichten kann. Ich lade meine Akkus nicht im Wohnbereich und habe den Ladeplatz in der Werkstatt mit einem Feuermelder (mit Alarm auf mein Smartphone) abgesichert. Die unmittelbare Umgebung ist frei von schnell entzünbarem Material ganz nach dem Motto: "Vorbeugen ist besser als heilen".