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ST1 Akku Tuning
#1
Wir haben 2 Stomer St1, "S" und "R", und insgesamt 5 Akkus, alles ältere violette 11Ah Akkus, 2 davon habe ich mit neuen Zellen bestükt (17.5 Ah).
Ich habe mal die Kennlinie Display% - Akkuspannung (am Stecker) aufgezeichnet für jeden Akku, teils über mehrere Zyklen.
   


- Alle Akkus zeigen bei ca 41.5-42.0 V eine Anzeige von 100%
- linieres Verhalten zwischen 34.5 und 42 Volt, Linear-Abweichungen teils verursacht durch unterschiedliche Umgebungstemperatur (5°C bis 20°C)
- Der Stromer "S" interpretiert das Signal des gleichen Akkus anders als der Stromer "R" im unteren Bereich: er zeigt nie einen Wert kleiner 10%. Der Stromer "R" zeigt 0% bei einer Spannung <= 34.5V, der Stromer "S" zeigt 10% bei einer Spannung <= 34.5V. Das wird wahrscheinlich an der unterschiedlichen Velo-Software-Version liegen.
- Bei ca 31 V stellt die Akku-Elektronik den Saft ab, dh am Stecker-Ende kommt eine variierende Spannung von nur noch ca 3.. 8 Volt an, nicht 0 V, wahrscheinlich desshalb, damit ein angeschlossenes Ladegerät erkennt dass da was angeschlossen ist und mit Laden beginnt. Bei 0 Volt am Stecker startet es nicht.
- Würde sich der Akku weiter selbstentladen auf ca 27 V (habe ich nicht getestet), würden die einzelnen Zellen zum Selbstschutz abriegeln (Entladeschlussspannung = 2.65V), der Akku ist "tief-entladen" und zeigt 0V an der Zelle wie auch am Akkublock/Stecker.

Tuning:
Aus meiner Sicht wird da viel Spannug/Kapazität verschenkt, bei 34.5V ist das Display schon auf 0%. Könnte man diesen Anzeige-Punkt "0%" verschieben auf 31.5V, so hätte man immer noch etwas Reserve vor der Akkuabschaltung bei 31.0V, aber man hätte 3 V mehr zum Fahren ohne "Akku-Leer-Panik". 3V das können zusätzliche 50 km sein beim 17.5Ah-Akku, ich habe mit 7V (41.5V - 34.5V) schon mehr als 130 km zurück gelegt (Flachland mit wenig Höhenmeter, Eco- bis.. Tour-Mode, Limit bei 30 km/h..). Es lägen also Reichweiten von 180 km drin !
Und aus obiger Erkenntnis, dass die Velo-Elektronik das Akkusignal unterschiedlich interpretiert/darstellt, heisst doch, dass die Kennlinie %-Volt in der Velo-Elektronik und nicht in der Akku-Elektronik hinterlegt ist.
Wenn es also eine Adresse(n) gibt (wie 0001 für Uhrzeit), wo diese Grafik-Parameter "Unterer Eckpunkt (31.5 V statt 34.5V)" und die dortige "Minimale Anzeige ( 0%, 10%)" übers Display eingegeben werden könnten, könnte man das einfach selber ändern!

Weiss jemand, ob es solche Adressen gibt und wenn ja, wie die lauten ?
Oder was braucht es, um die Fahrrad-elekronik/Programm auf den PC zu bringen und dort zu editieren/verändern/speichern ?

Noch mehr Reichweite wäre drinn, wenn man den Abschaltpunkt (31V) verschieben könnte, auf zb 30V. Dies wird aber wohl in der Akku-Elektronik hinterlegt sein, und nicht in der Fahrrad-Elektronik.
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#2
Hallo guten Tag zusammen
Sehr guter Beitrag von Dir! Fast Wissenschaftlich.
Vielleicht kann ich Dir ,euch auch weiterhelfen, meine Batterie vom St1 hatte auch keine Reichweite mehr,habe mir
dann nach der Anleitung von Youtoub die Zellen selber gewechselt.Das ganze hat mir eine neue Reichweite von
35km gebracht,was mir zu wenig war für17,5Ah !Wie Du festgestellt hast ist die Batterieanzeige bei 34,5 Volt auf 0...Unten im Batteriestecker ist ein gelbes Kabel für die Anzeige und das runterfahren der Antriebsleistung auf 0.Dieses hat einfach nur ein Spannungssignal 0-10 Volt damit wir die Spannungsanzeige linearisiert.Ein Blick ins
Datenblatt von Samsung 22p lüftet auch das Mysterium wiso bei 34.5Volt fertig ist, ganz einfach weil nichts mehr kommt! Ganz anders bei meiner neuen Zellen Sam.35e
Leistung bis auf 27 Volt runter. Mit der Orginal Elektronik
kann diese Reichweite nur mit einem Trick erreicht werden! Zwei 1.5 Volt Uhrenbatterien in Serie ein 4,7kohm
Wiederstand eine Diode ans gelbe Kabel anlöten und die Anzeige bleibt bei ca 20% stehen.........Stromer fährt bis die Batterie bei 30Volt abstellt!.....
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#3
Ja, das Werk setzt die Entladeschlussspannung höher an als es die Spezifikationen der Zellenhersteller vorsehen. Schliesslich will die Firma nicht an ihrer "75% Restkapazität nach 2 Jahren" Garantie zu Grunde gehen.
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#4
Hallo Eigenbau, danke für dein Tipp

Ich möchte hier nicht den Klugscheisser markieren, muss dir aber in ein paar Punkten doch widersprechen:

Gemäss meinem Datenblatt (vgl google / samsung) ist die Entladeschlussspannung (discharge cut-off voltage) bei den 22P-Zellen bei 2.75V, dh in der 10-serie-schaltung bei 27.5V, dh die Zelle lierfet auch noch unterhalb 3.45 V allemal Saft. Ich konnte auch problemlos ein Violett-11Ah-Akku (mit 22P-Zellen) runterfahren/entladen bis auf ca 31V, die Display-Anzeige bleibt unterhalb 34.5V je nach Stromer-Modell bei 10% oder 0% stehen (vgl Beitrag oben). Die einzelnen Zellen sind bei 31V bzw 3.1 V noch nicht tiefentladen, nur die Stromer-Akku-Elektronik stellt da den Saft ab, und hier beginnt das eigentliche Problem :
gewisse Violett-11Ah-Akkus kann man mit 31V problemlos wieder aufladen durch anschliessen des Ladegeräts, andere Violett-11Ah-Akkus muss man zuerst auseinander nehmen und den Reset-Taster auf der Platine drücken, erst dann startet das Ladegerät. Diese "Reseter-Akkus" werden wohl von den Händlern als "tiefentladen" (= defekt) behandelt.. warum Stromer diesen Reset-Unsinn eingebaut hat ist mir schleierhaft, spielte da vielleicht der Service-Cash-Cow-Gedanke eine Rolle, vgl Service-Geschäft bei Vollautomaten-Kaffeemaschien ? Und ob das eher die neuen oder eher die alten Akkus betriftt kann ich auch nicht sagen.
Wäre interessant zu überprüfen, ob die neueren goldenen Akkus oder die ganz neuen blauen auch einen Reset-Taster drinn haben, weiss das jemand?

Dein Vorschlag geht dahin, wenn ich das richtig verstehe. dass die Anzeige bei 20% (statt 0% oder 10%) stehen bleibt bei <= 34.5 V, was aus meiner Sicht überhaupt nichts bringt. Ich möchte die Anzeige so korrigieren, dass 0% bei 31.5V statt bei 34.5V angezeigt wird (100% bleibt bei 42V), und das müsste im Fahrrad (nicht im Akku) korrigiert werden, idealer- /eleganter weise über die Software, für mich eher unmöglich wenn es hardwaretechnisch geändert werden müsste. Und wenn dann bei 31V der Saft ganz abgestellt wird ist ok, egal ob mit oder ohne Reseter, O% heisst dann "sofort abstellen" und "Harely-Tret-Mein-Sohn", sonst droht allenfalls "Reset", je nach Akkutyp. Dann spielt es auch keine Rolle, ob ein 10-11-15- oder 17Ah-Akku drinn ist, die Charakteristik ist bei allen gleich, beim alten-schwachen Akku gehts einfach schneller auf 0%, aber das ist ja heute schon so.

Bei einem Akku habe ich feststellen müssen, dass der Abschaltpunkt schon bei 33V statt bei 31V kommt (->bei dir waren es vielleicht zufällig exakt 34.5V ?). Vermutliche Begründung (vgl auch mein Beitrag "Akku Reset") : die 10 Akkublöcke haben infolge Alterung nicht mehr die gleiche Kapazität, der schwächste Akkublock wird am schnellsten geladen und bestimmt so das Ende des Ladeprozesses (zB nur noch 84% bzw 40.5 V) und er ist auch am schnellsten entladen und bestimmt somit den Abschaltpunkt (1 Akkublock hat 3.1V, die andernen 9 Blöcke haben 3.32V -> Total 33 V). So wandert mit zunehmendem Alter das Lade-Maximum nach unten und der Abschaltpunkt nach oben - Und da nützt auch deine Konstruktion nichts, bei neuen Zellen gibts das Problem eh noch nicht - darum hat wohl Stromer eine so grosse Reserve eingebaut, aber dennoch, da ist noch viel Reserve bis zur effektiven Tiefentladung einzelner Zellen. Das "Reset-Taster"-Problem ist das grosse Übel.


Mit dem "75% Restkapazität nach 2 Jahren" -Garantie-Blödsinn hat sich Stromer ein schönes Ei gelegt: die Lebensdauer des Akkus hängt angeblich stark von der Anzahl Ladezyklen ab (Angabe Samsung "schwammig" : max 500-1000), wenn jemand täglich lädt ist der Akku vor 2 Jahren am Ende. Das Problem kennen wir alle vom Laptop der immer an der Steckdose hängt -> die "Mini-Ladezyklen" lassen die Kapazität der Li-Ionen-Akkus innert kürzester Zeit (1 Jahr?) auf die Hälfte oder noch weniger purzeln.

Gruss Res
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#5
(17.07.2018, 12:54)Res_17 schrieb: Mit dem "75% Restkapazität nach 2 Jahren" -Garantie-Blödsinn hat sich Stromer ein schönes Ei gelegt...

Aus Sicht des Kunden ist diese Garantie aber super, womöglich die beste der ganzen 45er Industrie!


Es war klar, dass es keinen Sinn macht, auf einen Akku mit 100km Reichweite eine 1000 Vollladezyklen-Garantie zu geben - denn was hilft es dem Kunde, wenn der Akku nach 10'000km nur noch 20km Reichweite hergibt, was aber kein Garantiefall darstellt, denn der Akku funktionier ja noch...
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#6
Hallo ST1 - Freunde
Ich habe nun eine Lösung gefunden für die unbefriedigende Anzeige des Akku-Ladezustandes:
Ein kleines zusätzliches Voltmeter direkt am Sockel des Original-Displays montiert. Das Geniale dabei: das Voltmeter ist frei programierbar und mit wenigen Klicks kann so die untere und obere Grenze eingegeben werden, zum Beispiel 31.8V = 0% und 41.8V = 100%.
Beispiel siehe Bilder: hat der Akku noch 34.0V, zeigt das Voltmeter 34.0V und nach obiger Programmerung eine Restkapazität von 22% an, wo hingegen das Originaldisplay
a) beim 2-Pol Stromer ST1 eine Restkapazität von 10% anzeigt -> und die bleibt da stehen bei 10% bis zur Abschaltung bei ca 31V (warum diese Falschangabe - Täuschung ?)
b) beim 3-Pol Stromer ST1 eine Restkapazität von 0% anzeigt -> Blindflug mit "Akku-Leer-Panik", denn mit einem neuen 630Wh-Akku gehts noch einige km bis zur Abschaltung bei ca 31V

weitere "Goodies" des Voltmeters:
- Echtzeitmessung: insbesondere bei alten schwachen Akkus mit "Arterienverkalkung" wird erkennbar, wie weit die Spannung bei hoher Last heruntergerissen wird und
- Warnung mit blinkendem roten Blitz wenn die Spannung gegen 0% (31.8V) geht, bzw bevor dieFahrradelektronik abschaltet.
- alternativ kann mit 1 klick die Anzeige gewechselt werden zwischen Volt-Zahl und der Umgebungstemperatur, der Temp-Sensor sitzt im Voltmeter-Gehäuse.
- schneller ein- und ausschaltbar als Original-Display, ideal für Schnell-Check des Akku-Ladezustandes.

   
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