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Hallo liebe Mitstromer
Ich wollte mal kurz meine ersten Eindrücke nach ein paar Fahrten mit meinem Stromer ST3 teilen.
Ich habe das Bike erst seit kurzer Zeit und bin bisher 4x damit gependelt (jeweils ca. 30+ km pro Strecke / etwa 200Hm). Ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, wie gut das Ganze funktioniert.
Ich fahre i.d.R. die Unterstützungsstufe 2 und komme dabei relativ konstant auf 43–48 km/h, teilweise auch leicht darüber (Unterstützungsstufe 3 ist voll easy - praktisch Null Anstrengung für konstant 45 - 48Km/h). Was mich am meisten erstaunt hat: Es fühlt sich zwar fordernd an (ich schwitze und merke die Atmung), aber ich bin danach nicht zerstört. Eher so, dass ich das Gefühl habe, ich könnte es problemlos wieder machen. Bei 100 % Akkuladung komme ich mit ca. 44 % zuhause / Büro an - Nachladen auf der Arbeit ist zwingend von Nöten!
Durchschnitt pro Pendeltag: 66Km / 1:42H / 38.5 Km/h /etwa 90 % Hartbelag (Schlaglöcher bei 45Kmh absolut kein Problem)
Zum Fahrgefühl allgemein:
Sehr stabil, macht extrem Spass bei dem Tempo zu fahren, und man kommt wirklich zügig voran + wird man ordentlich fit. Für Pendeln ist das ehrlich gesagt ziemlich genial.
Kurz zu den Eckdaten meines Bikes:- Jahrgang 2022
- Occasion gekauft mit ca. 600 km
- grosser Akku (blauer, ~900 Wh) mit 99 % SOH
- Kettenantrieb
- Sattelfederung
Ich hoffe, ich kann damit jemandem bei der Entscheidung helfen, sich so ein Gefährt fürs Pendeln zuzulegen ?
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Merci für den Bericht!
Die km/h-Anzeige liefert normalerweise ein paar km/h zu hoch. Ich nehme an, das ist auch bei Dir so.
Mehr als 60 km hin und zurück mit rund 56 Prozent Akku ist ein überraschend hoher Wert.
Wie hast Du Stufe 2 eingestellt?
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(15.04.2026, 13:06)ligaeinz schrieb: Bei 100 % Akkuladung komme ich mit ca. 44 % zuhause / Büro an - Nachladen auf der Arbeit ist zwingend von Nöten!
(20.04.2026, 13:03)marszh schrieb: Mehr als 60 km hin und zurück mit rund 56 Prozent Akku ist ein überraschend hoher Wert.
Wie hast Du Stufe 2 eingestellt?
So wie ich das verstehe braucht er für die halbe Strecke jeweils 56% SoC. Er lädt im Büro zwingend nach. Beim gefahrenen Tempo und „nur“ 200 Hm passt das für den quasi neuen BQ983 gut.
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(20.04.2026, 13:39)ST2-jsg schrieb: (15.04.2026, 13:06)ligaeinz schrieb: Bei 100 % Akkuladung komme ich mit ca. 44 % zuhause / Büro an - Nachladen auf der Arbeit ist zwingend von Nöten!
(20.04.2026, 13:03)marszh schrieb: Mehr als 60 km hin und zurück mit rund 56 Prozent Akku ist ein überraschend hoher Wert.
Wie hast Du Stufe 2 eingestellt?
So wie ich das verstehe braucht er für die halbe Strecke jeweils 56% SoC. Er lädt im Büro zwingend nach. Beim gefahrenen Tempo und „nur“ 200 Hm passt das für den quasi neuen BQ983 gut.
Danke euch für die Rückmeldungen, hilft mir sehr beim Einordnen ?
Ja genau, ihr habt es richtig verstanden: Ich brauche aktuell für eine Strecke (ca. 34 km) ungefähr 50–60 % Akku, je nach Fahrweise und Bedingungen. Ich fahre morgens eher locker (damit ich nicht verschwitzt ankomme) und auf dem Rückweg dann deutlich zügiger.
Nach den ersten Tagen und etwas mehr Daten kann ich sagen:
Ich liege bei etwa 15 Wh/km, was für mein Tempo eigentlich ziemlich effizient ist. Ich trete aber auch aktiv mit und fahre nicht „passiv“ im Motor.
Nachladen ist bei meinem Setup definitiv notwendig – entweder im Büro oder zuhause. Ohne Laden würde es für Hin- und Rückweg nicht reichen, vor allem wenn ich auf dem Heimweg etwas mehr Druck mache.
Zum Akku:
Ist der grosse (blauer ~900 Wh), SOH 99 %, also quasi noch neu – daher passt der Verbrauch für mich auch gut ins Bild.
Stufe 2 habe ich Standard eingestellt. Empfiehlst du da eine andere Einstellung?
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(20.04.2026, 16:26)ligaeinz schrieb: Stufe 2 habe ich Standard eingestellt. Empfiehlst du da eine andere Einstellung?
Ist Geschmackssache. Standrad ist alles af 50/50. Ich möchte einen Ticken mehr Drehmoment und die volle Geschwindigkeit auch in Stufe 2 fahren können.
Meine Einstellung hier ist immer noch in einer "guten Distanz" zur Stufe 3, der Unterschied also gut spürbar.
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(20.04.2026, 16:55)ST2-jsg schrieb: (20.04.2026, 16:26)ligaeinz schrieb: Stufe 2 habe ich Standard eingestellt. Empfiehlst du da eine andere Einstellung?
Ist Geschmackssache. Standrad ist alles af 50/50. Ich möchte einen Ticken mehr Drehmoment und die volle Geschwindigkeit auch in Stufe 2 fahren können.
Meine Einstellung hier ist immer noch in einer "guten Distanz" zur Stufe 3, der Unterschied also gut spürbar.
Ich muss die Einstellung noch etwas weiter testen, aber aktuell finde ich den Unterschied zur Stufe 3 gar nicht so riesig. Der Sprung von Stufe 2 auf 1 ist hingegen extrem – das merkt man sofort.
Was mich aber wirklich überrascht: In meinem Umfeld wurde mir eher von einem Stromer abgeraten (angeblich anfällig /Händler sind unzufrieden etc.). Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich das überhaupt nicht bestätigen. Im Gegenteil – hätte ich mich für ein anderes S-Pedelec entschieden, wäre ich vermutlich schon nach ein paar Fahrten enttäuscht gewesen.
Ich hole aktuell jedes S-Pedelec mit gelbem Nummernschild ein, das kein Stromer ist – und zwar ziemlich locker. Während andere richtig strampeln, cruise ich entspannt vorbei. Das macht schon richtig Laune ?
Ganz ehrlich: Ich glaube, ich hätte es bereut, etwas anderes zu kaufen. Die anderen Marken sind ja auch nicht gerade günstig, und gute Occasionen sind rar. Die ~CHF 1000.– mehr für den Stromer sind meiner Meinung nach jeden Rappen wert.
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Die Stärke der Unterstützung hängt ja auch von der Einstellung/Kalibrierung des Drehmomentsensors ab. Das Drehmomentsignal des Sensors ist auch temperaturabhängig.
Wenn man "Trace" einschaltet, wird der Sensor in gewissen Zeitabständen automatisch standardmäßig kalibriert.
Wenn "Trace" ausgeschaltet ist, kann man sich um die passende Kalibrierung selbst kümmern. Wenn man das im Service-Menü macht, sieht man auch die eingemessenen Werte (Spannungen).
Ich kalibriere den Drehmomentsensor immer mit einem etwa 10 mV bis 12 mV kleinerem Wert als dem Ruhewert des Sensors. Das führt zu einer etwas höheren Unterstützung.
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 19:09 von ST2-jsg.)
(Gestern, 10:19)ligaeinz schrieb: Was mich aber wirklich überrascht: In meinem Umfeld wurde mir eher von einem Stromer abgeraten (angeblich anfällig /Händler sind unzufrieden etc.). Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann ich das überhaupt nicht bestätigen.
Das Thema wurde hier im Forum schon oft diskutiert. Das Bild einer Marke, gleich welche, ist in einschlägigen Foren in der Tendenz immer negativ, da dort Fragen, Probleme, Frust "gebündelt" aufschlagen. Das Thema Stromerhändler ist wieder eine eigene Geschichte. Wer als Händler Stromer vertreibt muss in KnowHow, Ausbildung und ein Ersatzteillager investieren. Das ist aufwendig und nicht alle Händler sind dazu bereit. Die Bandbreite der angeboteten Qualität ist breit. Die Ersatzteilversorgung ab Werk ist ein latentes Thema und manchmal wirklich ein Problem.
(Gestern, 11:55)olfener schrieb: Die Stärke der Unterstützung hängt ja auch von der Einstellung/Kalibrierung des Drehmomentsensors ab. Das Drehmomentsignal des Sensors ist auch temperaturabhängig.
Wenn man "Trace" einschaltet, wird der Sensor in gewissen Zeitabständen automatisch standardmäßig kalibriert.
Wenn "Trace" ausgeschaltet ist, kann man sich um die passende Kalibrierung selbst kümmern. Wenn man das im Service-Menü macht, sieht man auch die eingemessenen Werte (Spannungen).
Ich kalibriere den Drehmomentsensor immer mit einem etwa 10 mV bis 12 mV kleinerem Wert als dem Ruhewert des Sensors. Das führt zu einer etwas höheren Unterstützung.
Der Drehmomentsenor im Omni oder der Omni App regelt die Unterstützung über alle Stufen, ausser bei den Modellen mit S-Modus, da ist die Einstellung immer 100%. Die Kalibrierung ist dazu da den Ruhewert (offset), sowie die Spannung des TMM-Sensors (voltage) und die nachgeführte Spannung (trace) auf den gleichen Wert zu bringen. Trace kalibriert den Sensor nicht sondern sorgt dafür, dass die Werte nicht zu sehr auseinanderlaufen. Der Sensor hat eine Temperaturdrift, welche zum Thema werden kann.
Im normalen Fahrbetrieb sollte "Use Trace" eingeschaltet sein. Für die initiale Kalibrierung, z.B. nach einen HR-Aus- und Einbau, kann man sie ausschalten um den Sensowert voltage auf die "richtige" Spannung zu tunen und mit Kalibrieren im richtigen Moment einen kleinen Vorlauf von "Voltage" zu erreichen.
Der Wert von Offset sollte dabei nicht unter, sondern über dem Wert von Offset liegen (negativer Offset). Man sollte es nicht übertreiben (bis 30mV ist ok), weil ansonsten die Unterstützung zu agil reagiert. Am absoluten Wert dieser ändert sich allerdings nichts, nur das Anschubverhalten wird besser, was ggf. diesen Eindruck vermittelt.
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